Bald steht die Null

Die FDP will ohne großen Kurswechsel aus ihrem Stimmungstief kommen. „Wir Freien Demokraten machen einen neuen Anlauf“, sagte Parteichef Guido Westerwelle nach einer zweitägigen Klausur der FDP-Führung in Berlin. „Aber wir bleiben bei unseren Themen und unserem Kurs.“ Westerwelle gab nach acht Monaten Regierungszeit auch eigene Fehler zu. Trotz der schlechten Umfrage- und Sympathiewerte will er jedoch sowohl Parteichef als auch Außenminister und Vizekanzler bleiben. Die FDP kommt nach knapp 15 Prozent bei der Bundestagswahl in Umfragen derzeit nur noch auf rund fünf Prozent. Westerwelle hat so schlechte Werte wie kein Außenminister jemals zuvor. Melden die Dienste.

Aber es gibt ja schon einen Westerwelle-Masterplan, den er als 18 jähriger Schüler entwickelt hatte. Parallel zum Aufschwung des IKEAnischen Spanplattenimperiums passte er die Parteifarben deckungsgleich an. Sollte für die FDP die „Stunde Null“ bei zukünftigen Wahlen eintreten, kriegen sie alle einen gelbblauen Job für 400 Euro und dürfen zur ARGE aufstocken gehen. Guido klein kriegen, das geht nicht. Aber die Partei hat er in Kürze klein. Ganz klein.