Wie praktisch. Ulla liest ab, was Bertelsmann (will) formuliert

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Gestern schruben wir hier bereits über die unappetitlichen Praktiken des in letzter Zeit sehr oft und mit gutem Recht kritisierten Konzerns aus dem Nachbarstädtchen. Heute nun ist Kim Otte, einer der beiden Autoren des Buches „Der gekaufte Staat“, in der Metropole. Im ARD-Magazin „Monitor“ hatte er die unter Gazgerd Schröder eingerissenen und unter Merkel verfeinerten Praktiken der Einflussnahme der Wirtschaft auf die Politik aufgedeckt. Hunderte von Mitarbeitern aus DAX-Unternehmen sitzen direkt in den Ministerien und formulieren die Gesetze so, wie sie es wollen. Und nicht, wie sie „das Volk“ via gewählte Abgeordnete am Ende benötigt. Bertelsmann tut sich bei dieser Praxis offensichtlich besonders hervor. Eine Mitarbeiterin der Bertelsmann-Stiftung schreibt unter anderem Reden für Ministerin Ulla Schmidt. Kein Wunder, das die Gesundheitsreform ein Abbild jener seltsamen Einstellung ist, die die ehemaligen Wehrmachtsbuchdrucker aus dem kleinen Städtchen tagtäglich manifestieren: „Für uns täglich Mohnkuchen. Der Rest kann sich an den Tafeln ernähren“.

2 Gedanken zu „Wie praktisch. Ulla liest ab, was Bertelsmann (will) formuliert

  1. anjatanja

    Ich halte den Konzern und die Stiftung für weit gefährlicher, als Normalbürger glauben wollen. Das ist nicht der nette altertümliche Buchclub. Das ist Arvato, die nicht nur Handies reparieren und verschicken sondern auch massiv Militärlogistik betreiben. Wer sich in Gütersloh auskennt weiß, wovon ich schreibe. Ich mag einfach keinen Mohnkuchen. Vor allem nicht, wenn er aus dem bigotten Kaff westlich von uns kommt.

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