Es geht eben nicht ohne Eros

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Über 6000 Leute in Gerry Webers Tennisbude. Eros Ramazotti, der Italobarde mit dem Kräuterbitternamen und der „Michelle“ – Vergangenheit, schwebte in einem Container auf die Bühne – und legte los. Dank „Silberpaket“ waren wir gestärkt von einem formidablen Vorspeisenbuffet, denn es donnerte gegen die harten Plastikschalen im Stadion, das – „geschlossene“ Dach bebte und die Leute riß es von von den Sitzen. Zum Abschluß seiner Tournee 2010 „Ali e radici““ gab der Römer noch mal Alles und den Ärmchen der schöneren und besseren Hälfte doch gewaltigen Auftrieb. Passt ja auch, heißt doch seine neueste CD „Ali e radici“ – „Flügel und Wurzeln“. Fast interessanter war aber die stundenlange Boebachtung eines Pärchens auf der Fläche vor der Bühne, wo sich der unvermeidliche Roberto Blanco unter die Leute gemischt hatte und huldvoll ins spärlich applaudierende Auditorium winkte.

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Besagtes Pärchen fiel auf: Er – anderthalb Kopf größer – umspielte sie, fiel fast auf die Knie, umarmte sie, wippte mit den Knien, knetete die Öhrchen, machte den eingedrehten Berlusconi – und sie blieb steif wie ein Stecken. Kurz bevor Eros zum Ende des Konzertes wieder im Container entschwebte, waren sie verschwunden. Ob die öffentliche Umspielung ihr Ziel erreicht hatte, wissen wir nicht.

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Nach einem letzten „Cose della vita“ war es aus. Ohren und Bauch summten noch und die schönere und bessere Hälfte meinte „Nenn mich aber jetzt bitte nicht Michelle“. Das ließ sich nur kontern mit „Dann nenne mich doch nicht bitte dauernd Eros“.

Un´emozione per sempre.