Schlecker: Aus für 11.000 Mitarbeiter

Die Nachricht kam für die meisten Aussenstehende unerwartet. Der Drogeriemarktkette Schlecker geht es schlechter als erwartet. Heute gab der Insolvenzverwalter bekannt, dass die Hälfte der Märkte geschlossen wird. 11.000 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit. Noch am 17. Februar verkündete Lars Schlecker im Morgenmagazin der ARD alle Arbeitsplätze seien so gut wie sicher.

Das ganze Schmierentheater mit ganzseitiger Anzeige in der Bildzeitung „Wir sind weiter für sie da“ und gleichnamiger angeblicher Mitarbeiterinitiative, dem Blog mit den bestellten Kommentaren, alles umsonst. Die Beschäftigten in den Filialen, die jetzt geschlossen werden und die ihren Arbeitsplatz verlieren, sind wieder einmal die, die für verfehlte Geschäftspolitik und Grossmannssucht ihren Kopf hinhalten müssen. Die Ermittlungsbehörden sollten jetzt alles daran setzen, herauszufinden ob und wenn ja wo, Familie Schlecker Geld gebunkert hat.

Die ARD aber muss sich einmal ernsthaft fragen lassen, ob sie sich in Zukunft weiterhin für Aktionen dieser Art hergeben und mit dem Geld der Gebührenzahler Schmierenkommödianten wie den Schleckers, ein Forum bieten will.

4 Gedanken zu „Schlecker: Aus für 11.000 Mitarbeiter

  1. Dougan

    Das haben wir bereits in Herford erlebt. Wir hatten zwei Filialen in der Innenstadt. Eine neben Saturn, eine am Gänsemarkt, welcher ein „schwächerer“ Standort ist. Die Filiale neben Saturn wurde geschlossen. Wofür?

  2. bauschlau

    Dougan wrote:
    > Die Filiale neben Saturn wurde geschlossen. Wofür?

    Haben wir Glaskugeln? Vielleicht wurde der Mietvertrag gekündigt oder die Miete stand in keinem Verhältnis zu Umsatz und Gewinn oder nebenan gibt es eine Filiale der härtesten Konkurrenten?

  3. Dougan

    Hm, es gab gegenüber ein Reformhaus, „Ihr Platz“ (Schleckertochter) war fast in Sichtweite und die überteuerten Preise mögen ein übriges getan haben.

    Ich frage mich, ob wir in heutiger Zeit Drogerien noch brauchen.

  4. bauschlau

    Lieber Dougan,
    vielleicht hatten der Oberschwabe bzw. seine Leute auch schon erkannt, dass zwei Drogeriemärkte in Sichtweite einer zu viel sind? Zudem der andere Markt in Sichtweite ein IhrPlatz ist und zum gleichen Hause gehört und damit auch im Absturz begriffen ist. Ist doch gar nicht so schwer, oder?

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