Bielefeld auf dem Weg zur Weltmetropole. Und woran man es merkt

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Nein, nein. Der Weg der größten Stadt zwischen Hamm und Hannover ist noch nicht vollendet. Aber sie ist auf dem besten Wege dahin. Der Sonntagswerbeträger des Westfalen-Blattes schneidet jetzt auf. Die Ente nämlich. Wer „Hot Pot von der Ente mit Five-Spice Wan Tan, einer Ente im Pjöngjang-Style und zum Schluss eine Ingwer-Birne mit Azuki und einem Matcha-Tee-Parfait“ in den Mauern dieses Gemeinwesens mit Sparrenburg drüber auftischen kann, der ist sich sicher:

Bielefeld ist nicht nur der Ort an den Blitzern der A 2.
Bielefeld ist nicht nur Ort von Brachflächen und schlechtem Fußball.
Bielefeld ist auf dem Weg zur kulinarischen Weltmetropole.
Pjöngjang-Style eben.

Der Titelei-Gag „Schalke 04 verliert 0:5“ ist dagegen eher Marke „Bauer sucht Frau“. Womit wir auch gleich beim gestrigen Abendkrimi im ZDF „Wilsberg: Bullenball“ wären. Auch da erkennt man den unaufhaltsamen Marsch Bielefelds zur Weltmetropole. Der Protagonist des Stückes, traditionell im feindlichen Münster angesiedelt, trägt in einigen Szenen ein von Schußlöchern durchsiebtes gelbes Richtungsschild unterm Arm:

„Bielefeld 63 km“

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Screenshot ZDF „Wilsberg“. 27.11.2010

So weit und doch schon so nah. Früher warteten Zehntausende Bielefelder Krimigucker gebannt auf diesen einen Satz, der mit „Bielefeld“ zu tun hat. Heute kriegt die Glitzermetropole schon mehr Anteil. Eines Tages, wenn ARMinia und Preußen Münster wieder in einer Liga spielen wird diese Stadt an der reißenden Lutter den Krimi ganz an sich reißen. Dann wird es heißen: „Fahr doch 63 km, dann bist Du bei den Wiedertäufern an St. Lamberti„.

Woran man allerdings noch nicht den Marsch zur Weltmetropole erkennt, ist die Tatsache, dass sich ein paar Mitleser hier am Bild eines grünen Kranzes mit roter Schleife an einer Haustür aufgeilen. Aber auch da hat das in Münster erscheinende Auflagenwunder „Landlust“ Aufklärendes parat:

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Noch ein wenig „Ente im Pjöngjang-Style“ gefällig? Oder doch lieber Lappenpickert bei Omma in Jürmke? Oder eher im Seekrug zu Schilske mit wunderbarem Frühstück?

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Schönen 1. Advent noch. ARMinia kann ihn ja nicht mehr verderben.

4 Gedanken zu „Bielefeld auf dem Weg zur Weltmetropole. Und woran man es merkt

  1. Pickert

    Also guten Pickert kann man bestimmt an einigen Plätzen in Bielefeld bekommen – aber ganz sicher nicht im Seekrug!

    Musste es vor ein paar Wochen über mich ergehen lassen…. 🙁
    Ekelpickert aus der Friteuse… dabei ist doch die Bratpfanne das „Home of the Pickert“!

  2. Philip

    Gibts die langweiligen Flaneure immer noch? So interessant wie Münster und Osnabrück zusammen 😉

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