„Wir sind in den Händen von Irren“

Endlich nennt mal ein Politiker in Verantwortung den Wahnsinn beim Namen, der darin liegt, dass Staaten untereinander vereinbaren, die Entscheidungsfreiheit ihrer Völker und Regierungen zu beschränken. Damit wird die Entscheidungsfreiheit auch künftiger Generationen und Regierungen eingeengt.
Deutschland ist Vorreiter bei diesem Irrweg. Hierzulande rühmt man sich zum Beispiel der „Schuldenbremse“, obwohl dies eine sinnlose Beschränkung des Entscheidungsspielraums künftiger Generationen und künftiger Politiker ist. Diese Schuldenbremse wie auch die Regeln des Stabilitätspaktes verhindern, wenn sie wirklich angewandt werden und wirken, dass sich Völker zum Beispiel für eine offensive Beschäftigungspolitik entscheiden, oder auch für eine Ausweitung öffentlicher Leistungen, oder für die steuerliche Finanzierung von Sozialleistungen.

Gelesen auf „Nachdenkseiten“ unter dem Titel „Wir sind in den Händen von Irren. Oder von verantwortungslosen Zynikern. Oder beides“.

Und unsere Tageszeitungen? Die NW titelt schamhaft auf der Wirtschaftsseite unten „Kanzlerin droht Rückschlag bei EU-Gipfel“. Das Westfalen-Blatt schlägt sich nicht unerwartet auf die Seite der Berliner Grossmannssüchtigen, die das Staatsdefizit bald auf nahezu 2 Billionen Euro (…und damit hächstverschuldetes EU-Land) getrieben haben, aber anderen Ländern Vorschriften machen: Defizitsünder: Europa auf Schwung bringen.