Soljanka, Schaschlik, Letscho und Ex-DDR-Geschirrspülmittel

Aua, aua, aua. Da bricht jetzt aber mit Macht die Boulvardstarke Handschrift des ehemaligen ZDF-Dampfplauderers und jetzigen Merkel-Pressesprechers, Steffen Seibert, durch. Meine Herrn, wie der Schleim die Treppe der Bundeswaschmaschine in Berlin-Mitte runterläuft. Die Kanzlerin „habe einen Hang zum Hamstern“. Nicht nur das, lieber Seibert, die Backen sind dafür auch schon lange angelegt. Das alles hat er in die Ost-BILD, die unsägliche Super Illu, packen lassen. Damits „Drüben“ menschelt, wenn jetzt wieder der 3. Oktober kommt und das Bundeslied scheinheilig angestimmt wird. Da hatte man sich grad an angekohlte Bush-Schweine über Grillfeuer nahe dem gegen Mmenschen abgeschotteten Heiligendumm und Rouladen gewöhnt, heißt es, sie vertilge „nach wie vor typische DDR-Speisen wie Soljanka, Schaschlik und Letscho“. Vom Konsum aus ehemaligen Sojetbesatzungsschutzbständen am Prenzzlauer Berg? Oh Mann. Wir haben heute noch an im Dezember 1989 nach Zuteilung eines Tisches oben im Dresdner Fernsehturm durch eine FDJ-Brigadenleiterin in Kampfblau „Goldbroiler mit Sättigungsbeilage“ zu kauen.

Warum sie ihren Kaffee nach wie vor „türkisch“ trinkt, können wir nicht nachvollziehen. Wir hätten eher auf Literweise Club-Cola bei ein paar leckeren Filinchen mit Ketwurst gedacht.

Mehr von den Köstlichkeiten „von drüben“ liest man hier. Bevor einer fragt: wir haben nicht „von drüben rübergemacht“.