15 Mio. für Arcandor-Chef, der Belegschaft einen Arschtritt

Ob da den Karstadt-Mitarbeitern in der Bahnhofstraße nicht langsam die Messer in der Tasche angesichts dieser Pressemeldung aufgehen?:

Die Mitarbeiter in den Karstadt-Häusern sollen auf 20 Prozent des Gehalts verzichten. Gestrichen werden sollen auch das Urlaubs- und Weihnachtsgeld, ebenso Zuschläge für Früh- und Nachtschichten. Dies fordert der Insolvenzverwalter der Muttergesellschaft Arcandor, Klaus Hubert Görg, von den rund 55.000 Beschäftigten der Warenhaus-Kette. Die Gehalts-Reduzierung auf 80 Prozent wurde dem Personal gestern bei Karstadt in Duisburg mitgeteilt; in den nächsten Tagen stehen Betriebsversammlungen im Rhein-Ruhr-Zentrum, in Essen und weiteren Häusern an. „Wir sind geschockt. Unser Vorstandschef darf nach sechs Monaten Arbeit mit 15 Millionen Euro nach Hause gehen, und wir sollen draufzahlen“, meinte gestern eine Verkäuferin in der Duisburger City. Cornelia Haß, Sprecherin des Verdi-Bundesvorstandes, sagte zur NRZ (Neue Rhein-Zeitung): „Den Mitarbeitern wird eine Menge abverlangt. Wir sehen aber nicht, dass an anderen Stellen ebenfalls verzichtet werden soll, etwa bei den Vermietern der Karstadt-Häuser. Sie wollen keinen Beitrag zur Sanierung zu leisten.“ Es gebe demnächst zwar Gespräche zwischen Betriebsräten und Insolvenzverwalter. „Aber wir bekommen keine Auskunft, wo das Unternehmen außerhalb des Personals sparen will“, so Cornelia Haß.

Verfolgt man mal offenen Auges die ständigen Presseticker, wird nahezu jede Stunde eine neue Konjunktursau durchs Dorf getrieben, labert ein anderer „Experte“ dummes Zeug, ist hier die „Talsohle“ durchschritten, vermeldet Spiegel online schon wieder „Morgenröte“ am Horizont. Für jede Lüge vor der Wahl nur 10 Euro und die Stadt Bielefeld wäre binnen Stunden schuldenfrei.

3 Gedanken zu „15 Mio. für Arcandor-Chef, der Belegschaft einen Arschtritt

  1. omega

    Und für jeden Schritt auf dem Weg zum Abbau des Sozialstaats und der Beschneidung der ArbeitnehmerInnenrechte nach der Wahl 10 Euro und Bielefeld wäre nicht nur schuldenfrei, sondern reich.

  2. textexter Artikelautor

    Na, da stehen ja in Bielefeld gleich zwei Vertreter der Parteien bereit, die sich im Abbau des Sozialstaates und der ArbeitnehmerInnenrechte gradezu bisher überboten haben. Zusammen dürften sie dafür wohl mit ca. 70% der Wählerstimmen auch noch fürstlich belohnt werden.

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