Thomas M. gewährt NW Audienz

Man stelle sich die Szene einmal vor. Da sitzen die Herren Chefredaktor, Krause und Schelp in kniender Haltung mit leicht gesenktem Kopf dem Herrn Thomas Middelhoff gegegenüber. Sie flüstern fast. Die Ergebenheit, die Heiligkeit des Augenblicks wirft sie und das aufgestellte Mikrofion fast um. „Dürfen wir Sie etwas fragen?“. Jenem Herrn, der frisch KarstadtQuelle gegen die Wand gefahren hat und auch sonst schon eine Kette von Ungereimtheiten in seinem noch relativ jungen Leben hinter sich hat. Einschließlich wedelnder Rockschöße beim Ummelner Spargelessen mit und im Kasino unseres erfolgreichen IHK-Präses Goldbeckchen. Sie geben ihm fast die komplette Wirtschaftsseite einschließlich drei wunderbaren Bildern unseres Herrn Frücht. Der Mann ist überzogen von einer Unmenge Prozessen. Was reitet eine NW, ihm in dieser Phase ein unreflektiertes Laberforum zu geben?

Der nächste Knüller spielt sich im Sportteil ab. Frauenfußballspezialistin Stephanie kaut zum 133. mal wider, was Fernsehen und sonstige Medien bis zum Erbrechen gelabert, geschrieben und angemerkt haben:

Ja. Fatmire Bairamaj lackiert sich vor den Spiel die Fingernägel.
Ja. Fatmire Bairamaj ist gebürtige Kosovarin.
Nein. Podolski geht nackt an den Nägeln auffn Platz.

Glaubt Ihr nicht? „Die Zeitung bringt Hintergrund, berichtet Neues, schreibt Authentisches?“ Bitteschön, hier ein Ausschnitt aus dem Elaborat:

🙁

Ein Gedanke zu „Thomas M. gewährt NW Audienz

  1. Das Brain

    Unfassbar das ein solch wichtiger Ausnahmemanager

    überhaupt noch die Zeit hat Interviews zu geben, wo er ja

    nach der Rettung von Karstadt/Quelle den Autogrammwünschen

    der Ex-Mitarbeiter von Quelle auf den Fluren der

    Arbeitslosenverwaltungsämtern bestimmt nachkommen muss.

    Und bei Bertelsmann wurde unser Tommy auch nur rausgeekelt

    weil die anderen auf seinen Erfolg neidisch waren.

    In Deutschland gibts halt nur Neider;)!

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