„Angela Merkel ist das Rückgrat der deutschen Mannschaft“. Auaaaaaaaaaaaaaahhh

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Das NW-Redakteure nicht zu den Hellsten im Lande gehören können, haben wir ja immer vermutet. Was aber dem Schreiber der Zeilen auf der heutigen Titelseite in den Tee getan wurde und ihn die Zeilen „Angela Merkel ist das Rückgrat der deutschen Mannschaft“ und „Die international anerkannte Krisenmanagerin wird auch an diesem Sonntag triumphieren“ schreiben ließ, kann man nur vermuten. Das ist nicht nur sachlich falsch sondern unterste journalistische Socke. Als im Titel sich selbst ausgewiesen „Überparteilich – Unabhängig“ zu benamsen und dann die Templiner Datschenbesitzerin auch nur annähernd als verantwortlich für die Finalteilnahme der deutschen Elf zu bezeichnen und schließlich die „international anerkannte Krisenmanagerin“ noch drauf zu setzen, ist ein Affront gegen die meisten Leser. Welche Krise hat die kräftige Dame denn gemeistert? Die Clownerie von Heiligendumm wurde im nachhinein als Verfassungsfeindlich abgemahnt, der gegen die EU-Völker gerichtete Vertrag von Lissabon wurde ihr um die Ohren gehauen, im Innern Deutschlands kriselt es gewaltig und ansonsten weiß man nur von „1000 deutschen Soldaten mehr für Afghanistan“.

Wer devotes Käseblatt sagt, muß NW Bielefeld meinen.

2 Gedanken zu „„Angela Merkel ist das Rückgrat der deutschen Mannschaft“. Auaaaaaaaaaaaaaahhh

  1. herostratos

    Mein Gott, welch hartes Urteil gegen dies so unbedarfte Regionalblättchen. Sie – die wirklich armen Schreiberlinge – sind doch angehalten, „Boulevard“ zu sein, dem Leser Mehrwert und Unterhaltung zu bereiten – und wer`s nicht ist und wer`s nicht kann, muss halt so tun als ob….Doch der gebeugte Leser merkt es nicht, was der befliss`ne Chefredaktor da so plant – oder will es gar nicht wissen – weil er anderes zu tun hat, als sich über die Befindlichkeiten von irgendwelchen Unlustschre(i)bern aufzuregen.

    Ja – und weil man die Schreibstube immer mehr ausdünnt, und man die klassischen Tugenden des Journalismus aus „Kostengründen“ schnöde verleugnet, gleitet man immer mehr ab in den von Wilhelm II. schon so genannten „Rinnsteinjournalismus“ – aber es juckt ja niemanden – man hat ja ein Monopol – (noch! ;-)) Warte, warte noch ein Weilchen….:-)

  2. Rasensprenger

    Peinlicher gehts nicht mehr.

    Journalisten hatten mal einen Anspruch. Geblieben sind Dünkel und Dümmlichkeit.

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