Weg mit beiden!

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Auah, da hat aber gestern die Stunde der provinziellen Unsympathen geschlagen, allen voran Rainer Lux (CDU), Inge Schulze (Grüne), Thomas Seidenberg (FDP) und Wolfgang Brinkmann (SPD/Stadtwerke). Welch ein wahnsinniges Verantwortungsgefühl, welch ein kurioses Bündnis aus CDU/Grüne/FDP/Linke/BfB im Stadtrat gegen OBPit Clausen. Wenn nicht heute im finalen Penaltyschießen in der Ratssitzung ein Bote von Dr. Oetker mit 5 Mio. im Umschlag auftaucht, war es das wohl noch 105 Jahren Arminia in der größen deutschen Provinzstadt Bielefeld. Aber der käme wohl eher, wenn es darum ginge, eine weitere Konzerthalle zu bauen.

Das Ganze riecht bei aller Kritik an den Führungsidioten der Arminia eher nach politischem Muff denn vernünftiger Rechnung. Angenommen, OBPits Rechnung mit „21,4 Mio. Miesen bei gescheiterter Rettungsaktion“ entspricht der bei Arminia eher raren Wahrheit, wollen das Lokalgrößen vom Schlage einer Frau Schulze wirklich verantworten? Glaubt einer aus der Gegenfraktion, es würde eine Straße, eine Kita, eine Schule hier mehr gebaut werden? Da wirken die absolut lächerlichen zugesagten 3 Mio. der „Global Players“ eher wie ein Hohn.

Es ist so, so oder so ein einziges Trauerspiel. Einzig das Fehlen des Namens Arm. Bielefeld auf den uninteressanten Plätzen der Fußballtabellen und eine Bauruine namens Schüco-Arena werden den grandiosen Namen eines Provinznestes als Lachnummer erster Güte in die Welt hinaustragen. Autobahnblitzer, Kesselbrink, Schützenfeste, Schildescher Tümpel und eine unbedingt notwendige Diogenes-Tonne für 16 Mio. und die Kaninchenausstellungen der Zukunft neben der Stadthalle werden von dem Geist künden, der durch diese Stadt weht. Man sollte oben auf dem weltberühmten Steinhaufen eine weitere Latrine ausgraben.

In Münster schütten sie sich ebenso vor Lachen aus wie in Paderborn, Osnabrück, Aue oder Hoffenheim. Fußballfans wissen, warum.