Alm toppt Niederwall (scheinbar….)

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An sich ist die gegenwärtige Diskussion „Hier Alm – da Theater Bielefeld“ ja hirnrissig. Nur werden die Spielfiguren bei vergleichbarem Eintrittspreis sehr unterschiedlich bezahlt. Unterhalten wollen beide. Betrachten wir mal nüchtern die Besucherzahlen.

Theater: 500 Vorstellungen/anno, Besucherschnitt angenommen 450 = 225.000 Besucher pro Spielzeit
Alm: 18 Heimspiele (Liga + angenommen Pokal), Schnitt 16.500 = 297.000 Besucher pro Spielzeit

Für das Theater bringt die Möchtegern-Metropole rund 18 Mio. Euro/anno auf.
Arm. BI dürfte pro Saison mit Polizeieinsätzen/Stundung/Infrastruktur ca. 4 Mio. erfordern. Abzüglich Steuern und Umsatzerlöse.

Zugegeben, das ist Milchmädchenartig, aber irgendwie muß man mal auf eine sachlichere Basis kommen. Bringt man nun den Faktor „Bekanntheitsgrad durch Arm. BI“ wertfrei ein, dürfte klar sein, was man mit der Stadt am Teuroburger Wald verbindet. Ob überwiegend positiv oder negativ haben die Strategen von BI-Marketing ja sicher noch nie erhoben.

Der Leinewebermarkt wird übrigens bei gutem Wetter von bis zu 300.000 Leuten besucht. Das mal so nebenbei.

Ach ja: Penaltyschießen im Rathaus beginnt um 15 Uhr. Stellt die ganzen Krücken von ganz links bis ganz rechts mal alle einzeln nacheinander ins Tor. Egal, wen ihr trefft. Ganz egal. Ihr trefft so, so oder so den/die Richtigen. Es lebe die Provinz. Sie ist so grün, duftet nach Vanille und möchte alles, bloß nicht auffallen. Was sie dann aber doch tut mit grenzenloser Trottligkeit in jeglicher Hinsicht.

PS: Auf den Dächern der Alm sitzt doch eine ziemliche große Photovoltaik-Anlage. Wie wird eigentlich die Einspeisung des erzeugten Stroms in das Netz vergütet und wem?

2 Gedanken zu „Alm toppt Niederwall (scheinbar….)

  1. Wilfried

    Hallo,
    ich glaube nicht, dass das Theater (und die Sparrenburg?) die Sparmaßnahmen der nächsten drei Jahre überstehen wird – schließlich muss die Stadt jedes Jahr so einige Dutzend Milliönchen mehr einsparen als im Jahr davor …

  2. Berichte aus der Arbeitswelt

    Und Pitje erpresst den Rat: Wenn ihr die Kohle nicht locker macht, dann verliert die Stadt 16 Millionen …

    Aber er tröstet auch: Wenn ihr die Kohle lockermacht, kann euch hinterher keiner persönlich wegen Veruntreuung haftbar machen!

    (sinngemäß wiedergegeben)

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