Die OPEL-Posse geht also weiter

Der aus Bielefeld stammende Obertalkshowhohllaberer Professor Un-Sinn – ja, der mit dem Backenbart und den ständig wechselnden Parolen – sagt auf Seite 1 der NW, die „Bundesregierung wird erpreßt“. Huch, wie das? So Fähiges wie ein adeliger Ex-Kleinstunternehmer, ein undiplomatischer cholerischer Ich-habe-nie-einen-richtigen-Job-in-der Wirtschaft-machen-müssen Bundesfinanzminister, eine Ex-Quantenphysikerin mit jahrzehntelanger DDR-Vergangenheit werden also erpreßt? Da sitzt doch geballte Kompetenz, die wahrscheinlich nicht mal den Zuckerpreis bei Aldi kennt. Von wem? Ach ja:

Die 26.000 Opel-Beschäftigten müssen weiter bangen: Bund, Länder, Investoren und US-Regierung haben sich beim Spitzentreffen im Kanzleramt nicht einigen können – weder auf eine Brückenfinanzierung noch auf ein Treuhand-Modell. GM hatte in letzter Sekunde überraschend mehr Geld gefordert

Was hat man eigentlich im obersten Zirkel der Berliner Junta die ganzen Monate gemacht`? Über was quakte der wie ein fränkischer Adler auf der New Yorker Fifth Avenue posierende Adelspfau eigentlich mit der Obama-Administration und den GM-Führern? Nimmt jemand in den USA die Muppet-Show-Truppe aus Berlin-Mitte eigentlich wirklich ernst?

„Guten Morgen. Das Wetter. Das Tief über Opel hat sich verdichtet und will nicht abziehen“. Kleine Nebenfrage, die Professor Un-Sinn in München sicher beantworten kann: Möchten Sie einen Opel aus einem insolventen Firmenverbund fahren? Sehen Sie, da greifen Sie doch lieber gleich zum Original aus Südkorea. Ehemals Daewoo, heute Chevrolet.