Laßt uns kotzen gehen

Vielleicht sind es späte Nachwirkungen von der Bundestagswahl. Aber alles Einsetzen für Volksentscheide und mehr Demokratie wird hohl wenn man sieht, wie leicht die meisten Menschen sich von Propaganda beeinflussen lassen und wie die flache, nutzlose Berichterstattung der Medien den winzigen Raum ausfüllt, den Otto Durchschnittsbürger noch für Politik reserviert hält. Die Meinungsbildung zur Griechenlandkrise ist ein einziger Witz. Niederste Stammtischparolen werden aus der Politik aus durchsichtigen wahltaktischen Gründen aufs Wahlvolk niedergelassen, und anstatt ein paar ökonomische Zusammenhänge zu erklären gebähren sich die Medien als Multiplikatoren und machen der BILD-Zeitung in totaler Niveaulosigkeit Konkurrenz.

Der „Oeffinger Freidenker “ hat auf seinem Blog ausgedrückt, wie die Befindlichkeiten derzeit sind. Politische Niveaulosigkeit, hysterische Medien mit Griechenland – Unwahrheiten, Ausverkauf bei Arm. Bielefeld und keine der vollmundigen Ankündigungen „Der Wirtschaft“ trifft ein, schlechte Zahlen bei den hiesigen Unternehmen.

Aber über allem schwebt ein wahrer Engel: Der stille OBerbürgermeister der Glitzermetropole, die sich mal wieder um die Ausgestaltung des Kesselbrink streitet. Wie viele Tage ist er jetzt im Amt? So lange kann es doch nun wirklich nicht dauern, bis der Bollerwagen endlich geschmiert ist.

In der Zwischenzeit gehen wir schon mal ein bißchen kotzen. Gründe gibt es genug. Vielleicht hat die Befindlichkeit aber auch nur mit dieser Selbstbeweihräuherung des boulevardeskeren Lokalblattes zu tun. Man bekommt zwangsläufig Schwindelanfälle:

Eine starke Stadt hat
eine starke Lokalzeitung. Uns.

„Uns“ ist die NW:

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2 Gedanken zu „Laßt uns kotzen gehen

  1. herostratos

    ….wenn’s ihnen sonst nie jemand sagt…wozu sind sie Zeitung? 🙂 Dass sie aber eine ganze Stadt für ihr naives Egomarketing ´missbrauchen – das ist nicht mal nen Asbach Uralt wert!

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