Ach ja, die Gütersloh-Connection

Da fiel mir doch mehr oder weniger zufällig die Diplomarbeit „Universität Bremen, Fachbereich 11, Studiengang Sozialpädagogik
Untersuchung der politischen und gesellschaftlichen Einflussnahme der Bertelsmann Stiftung auf die Reformen im öffentlichen Bereich. Diplomarbeit. Erstellt von: Susanne Schiller. Bremen, August 2007“ in die Hände.

Immer wieder interessant, die Analyse der „guten Menschen aus Gütersloh“ zu verfolgen. Versuchen doch diese, über massive Einflußnahme zu Gazgerd Schröders Zeiten („u.a. Hartz 4, Gesundheitsreform, etc.“) und heute der Merkel-Kanzlatur mehr oder weniger die Geschicke der Republik in ihrem Sinne zu beeinflussen und zu verändern. Wobei anzumerken ist, das die Bertelsmann-Ideen nicht das Papier taugen auf dem sie stehen, aber ihrem eigentlichen Zwecke sehr wohl dienen: Einflußnahme, Wichtigtuerei, frömmelnde Interessendurchsetzung. So liest man über die Stiftung in der Diplomarbeit:

3.1.1 Operative Reformwerkstatt mit guten Kontakten

Der Schwerpunkt der Arbeit der Stiftung liegt darin, Reformen des politischen,
wirtschaftlichen und sozialen Systems voranzutreiben. Mehr als 300 hoch qualifizierte
AkademikerInnen testen in Modellversuchen, was die öffentliche Hand landes-, bundesund
europaweit auf den Weg bringen soll. Große Teile der deutschen Gesundheits-,
Hochschul- und Arbeitsmarktreformen werden von ihnen konzipiert. Die Bertelsmann
Stiftung war eine der ersten ,Ideenagenturen für Politik und Öffentlichkeit‘ in Deutschland
und versteht sich als „Deutschlands führende Reformwerkstatt“ mit dem Ziel, die Republik
aus ihrer ,Sackgasse‘ heraus zu führen Wernicke und Bultmann zeigen auf, dass es derzeit kaum
ein gesellschaftliches Feld gibt, an dessen Umstrukturierung die Denkfabrik des Medienimperiums nicht
mitarbeitet. Sie ist in den Bereichen Arbeits- und Sozialpolitik, Bildungs- und Hochschulpolitik,
Gesundheitspolitik und Demografische Entwicklung, Außen- und Verteidigungspolitik
tätig.

Wer aufmerksam die Politik verfolgt, kann sich ein zynisches Grinsen nicht verkneifen. Allzu groß ist der politische Mist, der da in in unserem Nachbarstädtchen Gütersloh ersponnen und von den immer gleichen TV-gepinselten Mietmäulern gegen Kohle propagiert wird. Bertelsmann hat sich wahrlich um die Spaltung der Gesellschaft verdient gemacht.