Die nächste Wehrmachtsausstellung…..

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Derzeit sind „Ausstellungen über die Greuel der Wehrmacht im II. Weltkrieg“ sehr en vogue, geht man nach der Berichterstattung in unseren Medien. Auch Bielefeld hat wieder eine. In der Ravensberger Spinnerei wird eine Wanderausstellung gezeigt, die laut Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau, Professor Klaus Ziemer, dazu diene, „den Mythos zu beseitigen, die Wehrmacht sei sauber geblieben“. Unter dem Titel „Größte Härte – Verbrechen der Wehrmacht in Polen 1939“ wird der Angriff auf Polen und das Vorgehen der deutschen Wehrmacht in einer kleinen Wanderausstellung gezeigt. So weit die Fakten. Wer allerdings Eltern hatte, wie der Autor, die das 3. Reich und die Nazis bewußt miterlebten und dennoch bis zu ihrem Tode zwar heimlich aber latent „rechtslastig“ dachten, hat einige Probleme mit einer solchen Ausstellung. Er fragt sich „Warum?“, „Was geht es mich an?“, „Wem dient das?“ und verläßt letztlich die Dokumentation mit dem Gefühl, zwar Bilder betrachtet und Texte gelesen zu haben, aber seltsam unberührt geblieben zu sein. 1939, das ist so weit weg, so lange her. Da machten die Besuche in den Konzentrationslagern Buchenwald und Dachau und der Gang über das Berliner Stelenfeld weitaus betroffener. Es bleibt bei aller „Erinnerungsarbeit“ die Erkenntnis, das sie wenig nützt. Siehe Vietnam, siehe Afghanistan, siehe Irak. Siehe Gazastreifen, siehe Libanon, siehe Ex-Jugoslawien, siehe Palästina. Das Grauen geht unvermindert weiter. Manchmal ist es sicher besser, nicht im Bild zu sehen, zu welchen Grausamkeiten Armeen dieser Welt – und zwar alle – fähig sind und da sind. Vielleicht haben die Deutschen aber auch einen ganz besonderen Hang, ihre unsägliche jüngere Geschichte noch breiter zu treten als sie ohnehin schon ist. Was im Umkehrschluß ebenso für die Verherrlicher dieser Zeit gilt, die aus der Geschichte ganz sicher nicht lernen wollen und werden.

4 Gedanken zu „Die nächste Wehrmachtsausstellung…..

  1. Weißwurscht

    Na, dann können sich die „Alten Kameraden“ da aber gar nicht aufwärmen. man würd sie ja gleich auf den Bildern erkennen.

  2. Herr P.

    Als „seltsam unberührt geblieben“ bezeichnet sich der Autor, und schwadroniert dann zeilenlang rum von anderen Ländern, in denen „das Grauen unvermindert weiter“ gehe. Unberührt? Wohl kaum, warum sonst die laute Abwehr, statt die historische Realität zu aktzeptieren – ohne auf andere zu zeigen?

  3. textexter Artikelautor

    @herr p. : offensichtlich haben sie es nicht richtig verstanden. lesen sie´s ruhig noch einmal….

  4. dtarmee

    naja , anders war es ja von dem lieben Herrn Knopp auch nicht zu warten .
    Ich rätsel auch schon seit langem was diese Menschen fuer ein Problem mit (sich) oder den ehemals deutschen Soldaten haben ?!

    Fakt ist doch , es war Krieg und Soldaten bei denen die Sicherung durchgebrannt ist , gab es wohl in jeder Armee .

    Hingegen was für die Wehrmacht aus meiner Sicht spricht ist , dass meine ganzen Ahnen in der Wehrmacht kämpften und ich Zeitzeugenberichte habe , die mir z.B. ein Herr Knopp mit seiner Pseudowissenschaft nicht kaputt machen kann.

    Es war ja schliesslich im Interesse der Allierten die Deutschen „klein“ zu halten. Diese Taktik hat sich bewährt und wird auch heute noch praktiziert !

    http://www.deutsche-armee.com/blog/index.php/2008/03/20/wehrmacht-kampf-in-russland/

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