Ein Grundig, der kein Loewe war

Weil, wäre er ein Loewe in seinem aktiven Leben als Farbfernseher gewesen, er hätte gekämpft. Anders als dieser Grundig, der eines Tages einfach gegen die asiatische Konkurrenz aufgab und sich an einer Bielefelder Glassammelstelle abstellen ließ. Bildschirm dunkel, Röhre kaputt. Fertig. Nichts mehr mit RTL 2, Super-RTL, Ohren-Kerners GerichtsEnthüllungssoapshows (mit Andrea Kiewel im schönen Dorf Inflagranti. nahe der Ligurischen Steilküste), nichts mehr mit ZDF-schen Schleichgummibären in „Wetten, naß?“ Und überhaupt, als dieser Grundig geboren wurde im Fränkischen – ganze nahe bei den Clubberern – da gab es noch den König der Elektronik, den Grundig-Max. Da haben die Menschen im Ostwestfälischen nicht einfach ihre abgeliebten Showschirme neben die Glascontainer gestellt. Nein. Da nahmen Fachhändler – sie waren ja nicht blöd wie heute die meisten Käufer – die alten zurück und lieferten neue. Loewen zum Beispiel. Aber die meisten Menschen wollen ja was Flaches. Sowas für die Wand. Damit der TV-Blödsinn noch flacher daherkommt als er ohnehin ist. Schon GEZahlt?

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Ein Gedanke zu „Ein Grundig, der kein Loewe war

  1. Kai

    @Damit der TV-Blödsinn noch flacher daherkommt als er ohnehin ist

    Gut gesprochen. Musste lachen als ich das gelesen hab. 🙂

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