Eiskalte Eisbahnenstory

Eisbahn

So manches hier in Bielefeld kommt einem spanisch vor, geht man der jeweiligen Geschichte nach. Oft hat es was mit blitzschnellem Abreißen, “Nacht – und Nebelaktionen” und dem Schaffen blanker, glatter Baubrachen zu tun. Ob das ehemalige Hallenbad am Kesselbrink (heute eine glatte Fläche), die Industriebauten hinter der Hauptpost (heute eine große, glatte Fläche) oder das nacht – und neblige Umsetzen des Merkurbrunnens vom Alten Markt auf den Platz vor dem Hotel Mercure: Stets umweht Desparadohaftes die Aktionen der ansonsten nicht grade als entschlußfreudig und progressiv bekannten Rathausbesatzung.

Kommen wir zur Eisbahn, deren es einmal zwei in dieser geheimnisvollen Stadt gab. Es umweht sie ein “G´schmäckle”. Nö, stinken tuts da nicht. Das ist längst verzogen und der Mantel des Vergessens deckt die Ammoniakgekühlte Fläche gnädig zu. Zwei Jahre vor dem Bau der heutigen einzigen Bahn – der Oetker-Eisbahn – gab es eine Delius-Eisbahn. Gestiftet von der Bielefelder Firma Delius. Wie es dazu kam, sie am 02.06.2003 in Nacht und Nebel – 1 Tag vor Beginn eines Bürgerbegehrens für ihren Erhalt – entgegen dem Wunsch vieler Bürger einfach abzureißen, erläutert ein Artikel unter “Zur Geschichte der Bielefelder Eisbahnen“. Da hatte der kleine David im Rathaus mal wieder vorschnell die Schleuder herausgeholt…

Und die Moral von der Eisbahn-G´schicht? In Sachen Schnelligkeit beim Abriß stellt SchildaBielefeld immer neue Rekorde auf. ln Sachen Neuaufbau dauerts dagegen unendlich lange und wird gründlichst diskutiert. Was nicht gleichbedeutend mit einem optimalen Ergbnis ist….