Macht da ruhig ein großes Thema draus

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Aufmacher der heutigen NW

Zuerst dachte man ja, „Ach wieder so eine Horrorstudie gegen die Segnungen der Atomenerige“ und legt das frühere Salzbergwerk Asse buchstäblich beiseite. Bis sich sogar in den Atomenergiefreundlichen Medien Meldungen über das marode Atommülllager bei Wolfenbüttel häuften und die Zahl der Leukämiefälle dort anstieg. Selbst gestern Abend im TV hieß es noch: „Kann vorkommen, dass sich die Statistik der Fälle mal häuft“. Spätestens jetzt müsste es klingeln und man fängt an nachzudenken, wer denn da damals politisch verantwortlich war, Fässer mit radioaktivem Abfall einfach so in ein aufgelassenes Bergwerk kippen zu lassen. Mehr Hintergrund findet sich hier:

http://www.asse2.de

„Das Eindringen von Wasser kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.“
– Klaus von Dohnanyi (SPD), Staatssekretär im Bundeswissenschaftsministerium


Es dauerte bis zum Jahre 2010, als Bundeswissenschaftsministerin Anette Schavan erstmals „Fehler im Umgang mit der Einlagerung von radioaktiven Abfällen“ einräumen. Bis dahin war es ein Hickhack aus Argumenten, Abschwächungen, Vertuschungen. Jetzt rechnet man mit über 2 Mrd. Euro Kosten allein für die Entsorgung der 125.000 Fässer in der Tiefe… Woran sich wohl das Atomenergiekartell eher rudimentär beteiligen wird. Für Kanzlerin Merkel und die grade reich von ihrer Regierung beschenkte Atommafia kommen die Krebsfälle zur „falschen Zeit“. „Experten“ sagen allerdings, das werde alles „medial nur hochgekocht“. Nun ja. Kann man glauben. Kann man nicht glauben. „Experten“ sagen ja auch einen Anschlag auf die Kuppel des Reichstages voraus und lesen die Zukunft aus dem getrockneten Kaffeesatz. Kann man glauben. Kann man nicht glauben.