Jetzt schnüffelt der Schneider auch noch

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Ist ja schon ein supercleveres Männlein da draußen im Outback, der Schneider Gerrry Weber. Tennisstadion, zehntausende Rundständer im „Werksverkauf“ in Brockhagen, Zuwachs um Zuwachs. Und jetzt schnüffelt er auch noch. Ab Januar 2010 wird in jedes „Gerry Weber“ Etikett ein sogenannter RFID-Chip eingenäht. In der Praxis geht das dann im Kaufhof so – Orwells „1984“ läßt schon am Eingang grüßen:

„Guten Tag Frau Piepenkötter. Schön, daß Sie uns heute in ihrer Gerry Weber-Bluse besuchen. Wir hätten da neue Angebote für Sie, Halten Sie schon mal Payback, Eurocard und die Deutschland-Card bereit“.

Geht nicht? Aber klar geht das. Der Chip entdeckt das Gerry Weber-Machwerk. Alles Weitere ist nur noch eine jederzeit mögliche Verknüpfung bereits erfasster Daten:

– Handyortung
– Payback und Deutschland-Card
– Vorratsdatenspeicherung der Verbindungsdaten

Angeblich soll damit die Diebstahlsquote eingedämmt werden. Bei Bertelsmann-arvato haben sie da ganz andere Ideen. Wo schon 50 Millionen Datensätze lagern und gegen Bakschisch herausgereicht werden, kann man auch noch die restlichen Daten sammeln, dann ist die lückenlose Überwachung perfekt. Blödsinn? Sehen Bielefelds Foebud und andere Datenschützer aber ganz anders.

Das „Gerry Weber“-Etikett mit dem RFID-Chip läßt sich übrigens leicht mit einer Schere heraustrennen…..