Werden Sie E 10 tanken (können)?

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Die riesigen Maisfelder in den ländlicheren Stadtteilen und rings um die Glitzermetropole sind weitestgehend abgeClaast. Einen Agronom befragten wir aber doch, was denn mit dem geernten Mais und dem vertrockneten Grünzeug drumrum geschehe:

„Ich liefer alles zu den Bioversprittern.Das wird Ethanol“. Erst als das Thema „Kraftstoff E 10“ jetzt aufkam, fragten wir mal beim ADAC nach, wie das denn mit den Motoren unserer diversen Fahrzeuge so ist: „Vertragen die das?“. Ja, tun sie. Aber es gibt Motoren, die das nicht tun. Dazu sagt der ADAC hier was.

Der NABU (Naturschutzbund) hatte dazu auch eine Pressemeldung parat:

Zusätzlich zu den bestehenden Kraftstoffsorten werden Autofahrer ab Januar 2011 an einer gesonderten Zapfsäule Benzin mit einem Anteil von zehn Prozent Ethanol, so genanntes E 10, tanken können. Der NABU hat die EU-Richtlinie und den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts, der den Weg für E 10 freimacht, kritisiert. „Die Öko- und Klimabilanz von Ethanol, das aus zucker- oder stärkehaltigen Pflanzen hergestellt wird, ist äußerst umstritten. Eine steigende Biospritproduktion hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Die Umwandlung von Wald, Weide- oder Brachland in Ackerland kann dazu führen, dass deutlich mehr Kohlendioxid freigesetzt wird, als später durch Biokraftstoffe eingespart wird. E 10 ist daher der falsche Kraftstoff zum falschen Zeitpunkt“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Die EU-Kommission diskutiert derzeit intensiv über die negativen Folgen so genannter Landnutzungsänderungen für die Klimaschutzpolitik. Schon jetzt bestehen große Zweifel, ob Ethanol und Biodiesel zur Senkung der CO2-Emissionen im Verkehr überhaupt helfen können. Klar dürfte jedoch sein: Je höher die Zielvorgaben im Kraftstoffsektor, umso höher die zu erwartenden Eingriffe in die Natur. Miller: „Die Folgen einer verstärkten Landnutzungsänderung für Klima und Biodiversität müssen dringend in die Ökobilanz von Biokraftstoffen einfließen und in den entsprechenden Verordnungen berücksichtigt werden. Solange die Verordnungen noch nicht geändert sind, darf die Politik keine neuen Initiativen zur Steigerung des Biokraftstoffanteils im Markt ergreifen.“

Aus NABU-Sicht ist die Akzeptanz der E10-Zapfsäulen ohnehin fraglich. Der Kunde sei durch unterschiedliche Angaben zur Motorenverträglichkeit und zur Ökobilanz von Kraftstoffen mit höherem Ethanol-Anteil verunsichert. NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Wenn E 10 von den Tankstellenbetreibern preislich nicht deutlich unter dem herkömmlichen Benzin angeboten wird, sind die Marktchancen des neuen Kraftstoffes äußerst bescheiden. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Dies zeigt die Historie der Agrarkraftstoffe, die zu erheblichen Umweltschäden führen und so die Akzeptanz der ganzen Biomassenutzung in der Bevölkerung untergraben können.“ Derzeit sei leider kein klimaverträglicher Flüssigkraftstoff in Sicht. Umso wichtiger sei es, dass die Anstrengungen der Autoindustrie zur Verbesserung der Effizienz intensiviert werden.

Ein Gedanke zu „Werden Sie E 10 tanken (können)?

  1. Daniel

    Wenn man sich, wie uns die Politik ja weißmachen möchte, vom Öl lösen will und somit Diktatoren wie Gaddafi nicht unterstützen möchte muss man einfach E10 tanken. Völliger Schwachsin mit E10 kommen wir nie vom Öl weg, wichtig ist in Hybrid, Elektro – technologien usw. zu investieren denn wie hat die EU gestern gesagt? Bis 2050 sollen nur noch Elektroautos durch die Städte rollen! Auf dieser Basis ist E10 genauso Sinnlos wie zum Thema Klimaschutz. Wer E10 Tankt zahlt weitaus mehr. Reichweite nimmt ab Leistung nimmt ab, Nahrungsmittelpreise schießen in die Höhe, vermehrter Ölwechsel, Motorschaden!?

    Was unsere Regierung auch noch nicht begriffen hat ist das es das Deutsche Volk nicht nur um ihr Auto geht denn ich höre immer öfter den Satz „Keine Nahrung in den Tank“. Und so ist das richtig! Nahrung ist zum Essen da, schon als Kind wurde uns erzählt das man mit Essen nicht spielt!!!!!

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