Welch Zukunft die Metropole doch schon hinter sich hat

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Industriedenkmal Ravensberger Spinnerei. Heute beliebter Veranstaltungsort und Sitz des Historischen Museums.

„Autos made in Bielefeld!?“ ist der Titel einer Matinée, die sich am Sonntag, 7. November, um 11.30 Uhr im Historischen Museum, Ravensberger Park 2, dieser fast vergessenen Episode der Bielefelder Industriegeschichte widmet. Es gab eine Zeit, als Prinzen und Staatsmänner ihre Automobile in Bielefeld bauen ließen, als Rennwagen aus Bielefelder Produktion Siege errangen, als sogar in London Linienomnibusse verkehrten, die in Bielefeld hergestellt waren. Die Firma Dürkopp hat in den Jahren von 1897 bis 1927 Automobile aller Art – vom Kleinwagen bis zum schweren Lastkraftwagen – gebaut. Dr. Wilhelm Stratmann wird in einem Vortrag mit vielen Lichtbildern die Automobilproduktion bei Dürkopp vorstellen. Aus den Erfahrungen früher Automobilisten und ihren Kämpfen mit den Tücken der Technik berichtet Dr. Gerhard Renda. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Eine deftige Suppe ist im Eintrittspreis von acht Euro enthalten.

Telefonische Anmeldungen für die Matinée unter 0521 / 51-3635 sind erwünscht.

Das ist eine Pressemeldung der Stadt Bielefeld. Manchmal vergisst man, welche Zukunft diese klimatisch so warme Stadt zwischen den grünen Berghügelchen schon hinter sich hat. „Hauptstadt des Fahrrads“, „Hauptstadt des Leinens“, „Zentrum der Textilindustrie“, „Industrienähmaschinenmetropole“, „SPD-Hochburg“.

Geblieben sind davon nur Pudding, Werkzeugmaschinen und ein bisschen Textil. Würden doch wenigstens die Tiefkühlpizzen für die Welt hier gefertigt.