Das war mal die „wirkliche Arminia“

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Quelle: Jahrhunderttrainer

Wer nicht in Bielefeld geboren und aufgewachsen ist, hat gewisse Schwierigkeiten, das Thema Arm. Bielefeld richtig einzuordnen. Verbinden sich doch mit den Almdudlern eher Skandale, Bestechungsversuche, unzählige Ab – und Aufstiege. Wie das eben so ist mit klein gebliebenen Schwachen, die eher etwas tricksend und linkend überleben. Was wiederum zu dem Städtchen passt, das nur wirklich groß ist, wenn es um die Barmherzigkeit geht, wo Bethel Weltmarktführer ist. Von oben, vom Stolz der Sparrenburg herab betrachtet, ist das Städtchen ziemlich grün, sehr oft belächelt ob seiner Provinzialität, die sich vor allem in diversen Oberbürgermeistern der letzten Jahrzehnte perfekt widerspiegelt.

Die heutige Alm aber hat wenig mit dem zu tun, was mal in den Fußballligen gefürchtet und bekannt war. Was sich heute an der Melanchthonstraße entlangwürgt ist lediglich ein müder Abklatsch dessen, was man mal „Faszination Alm“ nannte und selbst mir fernab des unbekannten Bielefeld bekannt war. Außer der Autobahn A 2 natürlich. Diese Begeisterung in der Bretterbude werden sie niemals wieder hinkriegen da oben auf der Alm. Da verband sich Fußball mit der kleinen, belächelten Provinzstadt und stellte diversen Größen ein Bein. Bis der besagte Geldkoffer aus Bielefeld das Image für immer versaute.

Der Ural-tarmine, der in seinen letzten Lebensjahren draußen im Outback das Geschehen eher sehr distanziert betrachtete und lieber Schmonzetten über die Zeit mit Uli Braun, Gerd Roggensack und Horst Koeppel raushaute, seufzte oft und häufig über „seine Amminia“.

Verständlich.