Reinwaschung für ein paar Stunden

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Ein wenig Regen in der Nacht hatte einen durchaus guten Effekt: Die ostwestfälische Luft ist staubfreier geworden. Schade, man hätte die hannoversche Zensurulla mitsamt ihrer siffigen Politmischpoke mit in den Regen stellen sollen. Zu der seltsam tickenden Dame lesen wir heute im Berliner Blog „wirres“ :

so kann man die initiative der familienministerin zenzursula von der leyen ja durchaus sehen: als einen durchsichtigen versuch ein delikates und hochkomplexes thema für wahlkampfzwecke, also machterhalt zu instrumentalisieren.

deshalb glauben politiker unverdrossen wiedergewählt zu werden, wenn sie sagen:

* zensur ist scheisse, aber wir beschliessen sie trotzdem
* vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig, aber wir stimmen ihr nichtsdestotrotz zu
* wir sind für freie märkte, aber enteignung muss einfach manchmal sein
* das „börsencasino“ und die „Jagd nach Maximalrenditen“ in der wirtschaft verletzen „das Gerechtigkeitsgefühl vieler Menschen“ aber die politiker in den aufsichtsräten der landesbanken und anderen maximalrenditefordernden aufsichträten haben da rein gar nichts mit zu tun

dieses ganze verlogene und verantwortung von sich weisende kasperletheater das die CDU und SPD derzeit veranstalten hat aber vielleicht doch einen gewaltigen vorteil. nämlich dass sich erstmals seit langem wieder echter widerstand bildet, echte und tatkräftige unzufriedenheit, die der herrschenden kaste zur wahl klar macht, dass sie sich von denen die sie wählen sollen so weit wie nie entfernt haben.

Auf den Punkt auch Blogger Malte Welding:

Ursula von der Leyen instrumentalisiert die Sorge und Unaufgeklärtheit der Wähler, um an den Urnen zu triumphieren. In den Särgen liegen deswegen nicht weniger Kinderkörper, keine Kinderseele wird gerettet – es handelt sich um ein derart widerwärtiges Polit-Placebo, dass es nicht übertrieben ist, wenn man sagt: Diese Politikerin passt nicht in eine Demokratie. Entweder lässt sie sich von ihren Mitarbeitern einreden, ihre Maßnahmen könnten erfolgreich sein – dann ist sie dumm. Oder sie weiß, dass sie im Wahlkampf ist – dann ist sie bösartig. Vielleicht aber ist es sogar so, wie in Foren, Blogs und mittlerweile sogar in meinem Bekanntenkreis geunkt wird: Dass die Internetsperren nur ein Testballon sind für weitere Deliktfelder und für immer weitere Kontrolle über das Verhalten der Bürger – dann wäre “bösartig” ein viel zu schwaches Wort.

Es ist wirklich an der Zeit, zu fragen: Wie weit sind wir noch von Gestapo und Stasi entfernt? Technisch wurden sie doch schon längst übertrumpft. Warum lassen sich mündige Bürger den Kampf, die Bespitzelung und die Gängelung der Regierung und Parteien gegen ein ganzes Volk noch gefallen? Es sind letztlich nur knapp 1,4 Millionen Parteimitglieder, die sich aufspielen, als ob ihnen das Land gehört.

3 Gedanken zu „Reinwaschung für ein paar Stunden

  1. blitzmerker

    Tim Berners-Lee, der Erfinder und Kopf des internationalen Pädo-Netzwerks, dieser Schlawiner!
    Vor ihm haben nur ein paar Militärs und Wissenschaftler die bösen Bilder im Textmodus angeguckt, das ging noch so gerade.

  2. Ausgebürgter

    Beseitigt den braunen Hannoverschen Blu-Bo-und-Mucki-Keks (Blut und Boden Mutter und Kind Keks). Ob Wulff weiss, welchen Dreck er da protegiert hat?

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