Muffensausen in Passau auch hier möglich?

Man ist ja immer wieder versucht, den lokalen Holzblättern die Leviten zu lesen. Allzu ulkig ist einiges, was uns da tagtäglich aus Jöllenbeck, Heepen, Schildesche, Brackwede, Dornberg, Gadderbaum und Senne serviert wird und zum Kauf des Blattes auf dem Boulevard animieren soll. All zu sehr rückt man sich oft in die Nähe der BLÖD, deren journalistische Qualität dank Deutschlands ältestem Schülerzeitungschefredakteur nahe an der untersten Socke ist und vor allem bleibt. Ex-Kinderfrau Friede Springer, Ex-Telefonistin Elisabeth Mohn und die Kanzlerin-Auszubildende Dr. Murkel können ja eventuell keinen intellektuelleren Inhalt konsumieren. Das würde diese Einfalt und Einfachheit der 500 maximal benutzten Buchstaben erklären.

Was aber im tiefsten Bayern, in Passau beim dortigen Käseblättchen „Passauer Neue Presse“ (um 28.000 Auflage) unter der Ägide einer absolut unfähigen Erbin abgeht, spottet jeder Beschreibung:

Die Zentralredaktion der Passauer Neue Presse sieht mit gemischten Gefühlen einer Osterüberraschung entgegen: Gerd Hertle, Bildzeitungs-Feder im Ruhestand und einer der großen Haudegen des Boulevardblattes in den 90er Jahren, trainiert für mindestens drei Monate die PNP-Mannschaft.

Kommt bekannt vor? Nein, der Zeilenkomiker war noch nicht in Bielefeld bei NW oder Wefabla. Obwohl es sich manchmal so liest und anschaut.