Wenn Kleidung schmerzt…..

Weils um ein wichtiges Thema geht, zitieren wir mal aus einer aktuellen Meldung von Bielefeld-Marketing:

„Wenn Kleidung schmerzt

Interaktives Schulprojekt aus Bielefeld beschäftigt sich mit Problemen der weltweiten Textilherstellung

Wenn es um den Erwerb von Kleidung geht, sind die Deutschen Spitzenreiter. Branchenschätzungen gehen davon aus, dass jeder Bundesbürger pro Jahr im Schnitt 12 Kilogramm Kleidung kauft. Selbstverständlich ist, dass Waschanleitung und Materialbeschaffenheit auf dem Etikett stehen. Was fehlt sind die Angaben, von wem und unter welchen Bedingungen die Kleidung hergestellt wurde. Seit 2005 wirbt die Bielefelder Künstlerinitiative ART at WORK für einen bewussteren Umgang mit Textilien. Gefördert von der Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung und unter der Schirmherrschaft von Minister Armin Laschet, Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, starten im April 2007 23 neue Workshops des interaktiven Schulprojekts „BRANDNEU! Wenn Kleidung schmerzt“.

Sie kommen aus China, Indien oder Bangladesch und haben oft eine Reise von mehr als 19.000 Kilometern hinter sich. T-Shirts, Hemden oder Hosen – rund 90 Prozent aller in Deutschland erhältlichen Textilien werden im Ausland gefertigt. „Die Umstände, unter denen die Kleidung hergestellt wird, sind oft erschreckend“, erzählt Pip Cozens, Mitbegründer von ART at WORK. „Kinderarbeit, Lohndumping und Umweltverschmutzung durch den Einsatz von Pestiziden gehören in der Textilindustrie zur Tagesordnung.“

Zusammen mit seiner Kollegin Annabelle Mayntz initiierte der gebürtige Engländer deshalb 2005 in Bielefeld das interaktive Schulprojekt „BRANDNEU! Wenn Kleidung schmerzt“. „Es geht uns nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger die Umstände anzuprangern und zum Kaufboykott aufzurufen – damit ist schließlich keinem geholfen“, sagt Annabelle Mayntz. „Wir wollen Entscheidungshilfen für den Einkauf geben und die Menschen dazu bringen, sich für verbesserte Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter einzusetzen.“

Obwohl Pip Cozens und Annabelle Mayntz die Aktivitäten von ART at WORK deutschlandweit betreuen und auch im Ausland tätig sind, schätzen sie den Standort Bielefeld. „Wenn hier ein Projekt angenommen wird, dann wird es überall angenommen. Die Ostwestfalen sind schwer zu knacken. Bielefeld ist daher die beste Teststrecke für uns“, sind sich die beiden einig.“

Ein Gedanke zu „Wenn Kleidung schmerzt…..

  1. fiorella

    sehr interessante Seite ist ein wunderbarer Beitrag in das Lernen mehr jeden Tag bei Ihnen, zu veröffentlichen, was wirklich nützlich ist dank Grüße hiphop kleidung

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