Endlich: 0-Euro-Jobs kommen!

Das schwappt grad über die Dienste rein, ist keine Idee sondern die Kopfgeburt eines offensichtlichen Idioten mit willigen Helfern:

Nach Deutschland schwappt jetzt eine neue Welle der Niedriglohn-Alternativen aus den USA herüber. Wie das Wirtschaftsmagazin ‚impulse‘ (Ausgabe 12/2009) berichtet, packen Schüler und Studenten bereits an einer ganzen Reihe von Supermarkt-Kassen die Einkaufstüten und bekommen dafür nichts außer Trinkgeld von den Kunden. Vermittler der Einpackhilfen ist das Unternehmen Friendly Service, dass dafür pro Person und Stunde drei bis fünf Euro von Läden kassiert.

Die Helfer sind selbstständig und haben einen Vertrag mit Firmenchef Martin Lettenmeier. „Innerhalb des gesetzlichen Rahmens
ist das eine geniale Idee“, sagte er. Er gesteht aber auch ein, dass es sich dabei um „ein brutal kapitalistisches System“ handelt. Von Lettenmeier erhalten die Einpackhilfen lediglich ein Regelhandbuch. Bei der Schichteneinteilung achtet er zudem darauf, dass keine Sozialabgaben und Steuern für die Trinkgeld-Empfänger anfallen. Zu den Kunden von Lettenmeier zählen bislang 32 Läden der Edeka-Gruppe – vor allem in Bayern, zwei in Berlin und einer in Dresden. In Hamburg läuft gerade ein Test bei der Drogeriekette Budnikowsky.

Wir sollten die Augen offenhalten und mal gucken, welcher Baum mit einer veritablen Astgabel so hoch ist, daß beim Wegstoßen des Stuhls, auf dem Herr Lettenmeier zu stehen käme, auch wirklich die Füße dann frei hängen. Oder einfach nicht bei Edeka kaufen, die lieben nämlich 0-Euro-Jobber.

5 Gedanken zu „Endlich: 0-Euro-Jobs kommen!

  1. rainman

    Astgabel? der Baum wird sich von dem Frevel nie wieder erholen!

    Biete der empörten community aber an, den Job für 0 Euro mit meiner Kalaschnikow zu erledigen.

  2. omega

    @rainman
    Wenn Du schon Lettenmeier liquidierst, erschieß doch gleich auch die SchülerInnen und Studies, die einen 0-Eurojob annehmen.
    Das ist so mies, da kann man noch nicht mal mehr von Lohndrückerei reden!

  3. textexter Artikelautor

    Der prachtvolle Bau muß sich ja auch rechnen. Da knappst man eben mal ein bißchen an der Personalentlohnung.

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