Achtung: Bitte keine Abschiedsbriefe schreiben und wegfliegen wollen….

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Um einfach mal ein klein wenig dem idiotischen medialen paranoiden Hype dieser Stunden und Tage zu entgehen, den Hund geschnappt, einen Abschiedsbrief geschrieben („Hallo Wolfgang „Rolli“ S., Konspiration auf der Hünenburg“) und Ticket mit KLM nach Amsterdam im Web gebucht. Da der Hund keine Lust auf Hollandse Matjes hatte, fuhren wir zu „Peter auf´m Berg“, wo ein Schild bereits des morgigen Großereignisses „Boeckstiegel-Lauf“ kündete.

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Steil gehts hier hinauf Richtung Hünenburg oberhalb der Metropole, wo lichte Buchenwälder grüßen und so mancher Buchenstamm von Woche zu Woche mehr und mehr von seinen mindestens 150 Jahresringen zeigt.

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Die Vermessung der Welt muß hier ihren Anfang genommen haben. Ein Jogger behagte dem Hund nicht, ein jüngeres Ehepaar schob einen Kinderwagen den steilen Weg hinauf (Kinderwagen? Sicher Tarnung, da ist eine Bombe drin….), zwei alte Damen tasten sich stockernd den Weg hoch. Ein BKA-Beamten jagte langsam mit letzter Kraft auf dem Mountainbike gen Nebelgrenze…

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Ein roter Hubschrauber umkreiste uns immer und immer wieder. Ob Wolfgang „Rolli“ S. im piefigen Berlin schon Nachricht von uns hatte? Schließlich hatte ich einen Abschiedsbrief geschrieben und den Hund mit der Pfote signieren lassen und außerdem ein Ticket mit KLM nach Amsterdam im Web gebucht. Der Verdacht, den ich hegte, verdichtete sich oben auf der Hünenburg. Lauschantennen der Teledumm sendeten die Nachricht unserer Ankunft alsbald nach Berlin ins Reichsministerium des Inneren (Sta si 2.0).

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Hier oben auf der Höhe der vorgermanischen Schutzburg (Hünenburg) suchten wir kurz Schutz vor der sengenden Höhensonne im Unterstand, der dem Untergang über Bielefeld bereits preisgegeben ist. Nicht, ohne ein garstig Lied mit begleitendem Gebell gen der Berliner Idiotia zu schicken.

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Die Antennen lauschten weiter. der Hubschrauber schraubte sich tiefer, kreiste…. Hatte Wolfgang „Rolli“ S. Wind bekommen? Schließlich sieht der Bundesanwalt keinen Grund, uns festzuhalten. Trotz Abschiedsbrief und Flugticket nach Amsterdam.

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Wieder zuhause angekommen, erwartete uns „Königs Kuchen“, ein Zwiebelkuchen

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aus jenem alten, grasgrünverkachelten Bielefelder Feinkosthaus. Die schöne und bessere Hälfte hatte dafür länger anstehen müssen, weil Frau Direktor XXsens Wochenendbrot Scheibe um Scheibe einzeln abgeschnitten und verpackt wurde. Schließlich möchte man in Direktorenkreisen seinen Geiz hegen und pflegen, der jetzt allerdings durch Fannie Maes und Merrylls Gelynche überseeisch erheblich gefährdet ist. Wohin jetzt mit all dem schwarzen Geld?

Ich weiß. Das ist alles Blödsinn. Trotz Abschiedsbrief und KLM-Flugticket nach Amsterdam. Der rote Hubschrauber flog dann davon, Richtung Windelsbleiche. Die Metropole hat ja auch einen Airport. Man sollte weniger über all diesen Scheiß nachdenken und vor allem lesen. Die Paranoiker, Kaffeesatzleser und Kassandras haben ohnehin die Macht übernommen. Dabei passiert doch in diesem unserem Lande ohnehin niemand etwas, der einen Ankunftsbrief schreibt, Handgranaten im Gepäck hat und über Köln-Bonn einfliegt. Umgekehrt ists gefährlich. Gell Wolfgang „Rolli“ S.? So lange wir von Bekloppten und Halbirren regiert werden, passiert wirklich nichts. Wie auf jedem Friedhof.