Pleite mit „Bielefeld-Kampagne“

Die Agenturspatzen pfiffen es ja schon länger von den Dächern unter der Sparrenburg und die Öffentlichkeit fragte sich, wann denn die „Bielefeld-Imagekampagne“ endlich komme. Nun kommt nichts. Hier in diesem Blog gab es ja um die im Dezember 2006 vorgestellte Kampagne eines Agenturdreierteams aus „Drogies2moro“/Osnabrück, „Brasilhaus“/Bremen und „Inforce“/Bielefeld bereits erregte Diskussionen und die Qualität des Konzeptes wurde bezweifelt. Alle anderen Konzepte Bielefelder Agenturen genügten den Entscheidern der Stadt nicht. Nun ist der Salat komplett, versalzen und verpfeffert. Die Imagekampagne mit so bedeutungsschwangeren Headlines wie: „Warum reden die Ostwestfalen so wenig? Sie machen“ ist buchstäblich in den Sand gesetzt. Wie man ja sieht. Den beauftragten Agenturen – Etat immerhin 750.000 Euro für drei Jahre – wurde ein Brief geschrieben, der von Vorwürfen nur so strotzt. So sei die „nicht ausreichende Projekttiefe“ zu bemängeln. Was im Klartext wohl heißt, die drei Werber hätten nicht weit genug gedacht.

Das in Schilda zu erkennen, bedurfte es in SchildaBielefeld 9 Monate. Werbe- und PR-Insider hatten es bereits bei der Vorstellung der Kampagne hinter vorgehaltener Hand gesagt. Drogentwomore? Wenn das durch die Republik geht, hat man mehr kaputt gemacht, als Bielefelds hölzernes Stadtmarketing es bisher schon vermag. Wer ist nun der eigentlich Verantwortliche für diese Pleite? Die Agenturen? Die WEGE (Marketing – und Entwicklungsgesellschaft) oder Bielefeld – Marketing?

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3 Gedanken zu „Pleite mit „Bielefeld-Kampagne“

  1. textexter Artikelautor

    Pure Gier. Was? Mal Drogies2moro in OS fragen…. Die waren sowas von auf Bielefeld-Image-geben-Tour……..

  2. Die Altherrenriege

    Wo war denn noch gleich die hiesige Erstdiskussion … verdammt unübersichtlich, die Suche in der Vergangenheit des Bielefeld-Blog …

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