Niemand möchte die USE!

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/fiskalpaktesm108.html

Fakt ist jedenfalls, daß die herrschende Klasse und die Unternehmerlobbys Befürchtungen haben, daß ohne einen europäischen Bundesstaat es nicht mehr möglich ist, ein ungehindertes Wirtschaftswachstum und eine stabile Entwicklung der allgemeinen Ökonomie zu gewährleisten. Weiter wird gebangt, daß durch ein Fortbestehen der Nationalstaaten es weitere Zugeständnisse an das Volk geben muß, die hohen Herren weniger in Wohlstand leben, etc, pp.

Frau Dr. Merkel befürchtet, durch ein Plebiszid würde das deutsche Volk den Euro ablehnen. Dabei vergessend, daß die Meinungsinstitute und die Medien, sofern diese die USE (United States of Europe) wollen, durchaus zu einem für Merkel positiven Ausgang beitragen können und dann auch werden.

Meines Erachtens sind die USE nicht machbar. Allein weder England noch Holland oder Schweden werden freiwillig auf ihre gekrönten Häupter verzichten. Und wer bei Sportereignissen nur noch ein Team aus einem bunten Haufen Europäer sieht, hat weniger Spaß.

Wer schlau ist und was auf sich hält, sorgt dafür, daß die EU-Kompetenzen im Zaum gehalten werden. Ohne nationale Identität ist ein friedliches Zusammenleben unmöglich. Europa ist nicht Amerika. Zu viele verschiedene Kulturen, zu viele unterschiedliche Ansicht, Vorhaben und wirtschaftliche Stärke. Da machen die Vorbereitungen für eine USE keinen Sinn.

2 Gedanken zu „Niemand möchte die USE!

  1. Nightrider

    Merkel sei Dank ist die EU auf Crashkurs, fährt gegen die Wand: sollte Vernunft sich irgendwo noch regen, erstickt sie deutsche Borniertheit mit Hilfe deutscher Wirtschaftsmacht und deutschr Medien, die sich in Hofschranzenart prostituieren statt die Menschen in diesem Lande zu informieren, was ihre Aufgabe wäre. Die Lüge fängt mit Begriffen an: die Finanzkrise dauert an – als ‚Staatsschuldenkrise‘ benamst soll dieses Wort die Köpfe vernebeln. (Und bedenken: es gibt auch die, die vom Crash profitieren und dadurch noch reicher werden – vielleicht drehen die ja dran.)

    So ist mit Medienpropagande die Meinung der Deutschen eben das, was Medien suggerieren – was der FDP z.B. in den NRW-Landtag half.

    Eine EU, konstruiert als Föderation, verträgt sehr viele Unterschiede, auch noch in der Wirtschaft. In dieser aber setzt eine Währungsunion engere Grenzen (manche Verschiedenheiten können auch hier bestehen bleiben – in Bereichen, die international nicht konkurrieren). Eine Währungsunion schafft einen Binnenmarkt – da ist Griechenland dann – ökonomisch – Inland! Erfordert für Unternehmen, die im gesamten Binnenmarktraum (Euro-Zone) operieren gleiche Bedingungen, z.B. was Steuern, aber auch Löhne anbelangt – und hier sind es weniger die Löhne an sich, sondern der Lohn(kosen)anteil, der in einem Produkt steckt, und der ist tendeziell umso geringer, je höher die Produktivität ist. Je geringer nun der Lohnanteil, umso konkurrenzfähiger das Produkt. Deutschland aber schaffte eine Senkung des Lohnanteils nicht durch Produktivität, sondern durch Dumpinglöhne – und mit ihnen Armut vieler. Ein tolles Exporterezept; wer wird in Autoproduktion noch investieren, wenn die keinr mehr kaufen kann?

    Zurück zur DM, auch ein ‚Rezept‘ – die nämlich wertet dann gleich auf, um 30% Minimum. Ganz toll für den Export, und der Binnenmarkt dümpelt eh schon dahin ..

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