Ein Quantum irre

Da steht er nun, der junge Mann und Apfelverkäufer Erdal Batu „gratuliert“ ihm im Aufmacher der Lokal-NW. „Gratuliert“? Da hat der Mann als Kopf einer Schlange von Apple-Sektenmitgliedern das erste iPad2 auf der Herforder kaufen „dürfen“. Was für eine Freude. Früher standen sie in der DDR nach Bananen an, jetzt nach angebissenen Äpfeln aus chinesischer Fertigung. Jünger der Sekte aus Cupertino werden jetzt sagen „Was schreibt der da, hat der überhaupt Ahnung von Apple“? Jo. Hat er. Hier stehen schon ewig solche Kisten neben Windows-Rechnern und die schönere und bessere Hälfte hat neben iPhone auch so ein Ding.

Hätte ich mich allerdings für die kostenpflichtige Erhaschung des Tabletts mit dem faulig angebissenen Apfel auf der Herforder oder vor dem Wellehaus 7 Stunden (!) angestellt, man hätte mich kaum daheim mit dem Spezialfahrzeug der Johanniter nach Gilead bringen lassen. Die Ärmel auf den Rücken gebunden.

Na dann Paded mal schön und freut Euch, weil der Vorgänger schlagartig 120 Euro „billiger“ angeboten wird. Aber der ist ja nicht sooooooooooooo flaaaaaaaaachhh. Sonstige Sorgen haben die nicht.

2 Gedanken zu „Ein Quantum irre

  1. primula vulgaris

    Tja, ein Bund Bananen oder eine Jeans waren ja auch echte Statussymbole. In einer gesättigten Gesellschaft muss schon Größeres (=Teureres) her – so ein i-Ding oder so ein i-SUV – egal ob ökonomisch oder ökologisch sinnvoll. Arme Gesellschaft.

  2. Madamef

    Was tut man nicht alles für das Lebensgefühl!
    Das scheinen mir die gleichen Leute zu sein, die sich fragen, ob man JETZT noch Sushi essen kann.

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