Bertelskrake giftet weiter

Europas größter Medienkonzern Bertelsmann aus dem Straßendorg Gütersloh nebenan hält an seinem Ziel fest, das Geschäft mit kommunalen Dienstleistungen auch in Deutschland aufzubauen. Bisher betreibt Bertelsmanns Dienstleistungssparte Arvato lediglich ein Pilotprojekt mit der Verwaltung der Stadt Würzburg, das bisher jedoch noch keine Nachahmer gefunden hat – unter anderem wegen politischer Widerstände gegen das Outsourcing öffentlicher Dienstleistungen an private Anbieter. „In Deutschland ist man mit dem Thema noch nicht soweit, hier gibt es noch Ressentiments“, sagt Bertelsmann-Vorstandschef Hartmut Ostrowski im Interview mit HORIZONT, Zeitung für Marketing, Werbung und Medien (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main).

Am Dienstag dieser Woche verkündete Ostrowski für den Bertelsmann-Vorstand für 2009 öffentlich einen Verzicht auf
Tantiemen-Ansprüche. Dadurch würde bei jedem der bisher fünf Vorstände das Einkommen mindestens halbiert, hieß es. Dies darf als Signal an die weltweit über 100.000 Bertelsmann-Mitarbeiter gedeutet werden – als Vorbereitung für mögliche Gespräche über Gehaltsverzicht oder gar Stellenabbau.

Lieber Herr Ostrowski, ein gütiges Schicksal möge weiteren deutschen Gemeinden ersparen, von Arvato verwaltet zu werden.

Ein Gedanke zu „Bertelskrake giftet weiter

  1. madamef

    In Würzburg funktioniert es auch nicht besonders.Natürlich wird durch Privatisierungen nichts billiger, nur der Service wird schlechter.
    Außerdem wurde in W.vorausgesetzt, dass jeder einen Internet-Zugang hat. Als man merkte, dass dieses nicht der Fall war, richtete man im Rathaus einen Internet-Raum ein. Danach fiel unter anderem auf, dass man auf diese Art keine rechtsverbindlichen Unterschriften leisten kann. Spitzen-Tyen, diese Arvato-Mitarbeiter.
    Dazu kam, dass die Angestellten der Stadtverwaltung nicht motiviert werden konnten, am Abbau ihrer Arbeitssplätze tatkräftig mitzuarbeiten.

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