Alle Jahre wieder – diese Gedanken

Nur an Ostern, Erntedank Weihnachten und eventuell noch zur Konfirmation sind die Kirchen bis auf den letzten Platz besetzt. Es werden in vielen Gemeinden schon Gemeindeversammlungen abgehalten um über die (finanzielle) Zukunft zu diskutieren und Beschlüsse zu fassen. Ich finde es unglaublich, daß sich in unserer evangelischen Gemeinde der Posaunenchor verabschiedet hat, nur weil, obzwar ehrenamtlich, die Mitglieder keine Aufwandsentschädigung mehr erhalten sollten. Pharisäer. Vorne das Kreuz und die Bibel, aber den Teufel im Nacken.

Leider ist es an Heiligabend immer wieder zu beobachten, daß kaum Jugendliche herkommen, trotz Familiengottesdienst, die 18:00-Uhr-Messe und Christvesper um 23:00 Uhr. Auch ohne Nutzen, daß beim Krippenspiel anstelle der klassischen Weihnachtsgeschichte andere Storys mit weihnachtlichem und besinnlichem Inhalt gespielt werden.

Man könnte nun die Frage stellen, was die Kirche dem Volk heute noch zu bieten hat, und ob die Heiligabendkollekte anstelle für „Brot für die Welt“ für was anderes ausgegeben werden sollte.

Doch heute ist Weihnachten, vergessen wir also die üblichen Diskussionen, Meckereien, Nörgeleien und Jammereien. Freuen wir uns auf heute Abend.

Ganz im Sinne von „Jeder für sich und Gott für alle“.

Auch die Religion entwickelt sich weiter. Diese antiken Worte, das Gold, der Weihrauch und die Myrre, die ganzen Verzierungen in den (christlichen) Tempeln, die Unfehlbarkeit des Papstes und die Landeskirchen, das alleine ist nicht der Glaube.

Es kommt drauf an wie man seinen Glauben lebt. Die weltliche Theologie besagt Gegenseitiger Respekt, Kompromißbereitschaft, Toleranz, friedliches Miteinander, usw.

Das sagt uns die Kirche auch. Nur können es die Leute nicht verstehen. Sie hängen zu sehr an den Engeln der irdischen Hölle. Darum kämpfen die Gemeinden auch um ihre Existenz. Bis auf die Großereignisse sind die Gottesdienste kaum besucht.

Nachdem die Sintflut aufgehört, Noah und die Tiere gerettet und der Regenbogen erschien, war dieser das Zeichen, daß Gott nicht mehr aktiv in das Weltgeschehen eingreift. Wozu hat der Herr den Menschen den Verstand gegeben, wenn er sie sich nicht selbst verwalten läßt? Dann wären wir ja nur wie eine Kolonie des himmlischen Königs. Außerdem führt mehr Wissen in Geschichte und Wissenschaft nur dazu, vom übrigen Nutzen einmal abgesehen, daß wir wissen WIE Gott arbeitet und mit welchen Methoden. Die Atheisten und Kommunisten meinen zwar, daß alles wissenschaftlich erklärbar ist, was nicht erklärbar ist, da dauert es halt noch eine Weile, doch welchen Grund hätte man, die „Wunder“ der Welt nicht mit Gott und dem Himmel in Verbindung zu bringen?

Oder ist das Leben mancher dermaßen desolat, daß sie den Glauben verloren haben?

Adam und Eva waren die ersten Menschen. Nach der Vertreibung aus Eden mußten sie mit der „neuen“ Welt zurecht kommen. Haben sich angepasst und weiterentwickelt. Der Beginn der Evolution.

Die Kirche hat Fehler gemacht und ist entartet. Der Film „Illuminati“, obzwar nur fiktiv, hat doch irgend wo ein Körnchen Wahrheit. Die Kirche, vornehmlich die katholische hat mit Sicherheit Dinge verfälscht oder verschwinden lassen, welche ihr nicht in den Kram passen. Also wohl auch mit Jesus.

Sie weigern sich strikt, das Zölibat, welches nicht mal seit Beginn der christlichen Kirche vorhanden, abzuschaffen. Sie haben es zwar gelockert, auch katholische Priester können mittlerweile heiraten, jedoch nicht scheiden lassen, allerdings ist es wirklich idiotisch und überholt. Der Staat, in diesem Sinne der Vatikan, muß zwar gegenüber der Pädophilie hart bleiben, jedoch geht es auch anders.