Street View-Unschärfen

Die Aufregung um Google Street View geht in eine neue Runde, nachdem Google den Dienst am vergangenen Donnerstag auch in Deutschland offiziell gestartet hat. Wie die Deutschen nun mal sind, gibt es nun neben dem Ärger mit Hauseigentümern, die ihr Anwesen nicht in Street View zeigen möchten ebenso Ärger mit den Hauseigentümern, deren Anwesen ungewollt verpixelt wurde.

Bielefeld wird die besondere Ehre zuteil, beim Start von Street View gleich am Anfang mit dabei zu sein. Wer am Bildschirm so durch die Bielefelder Straßen streift, entdeckt so manche Kuriosität – auch was das Verpixeln angeht. So glaubt Google offensichtlich auch nicht mehr daran, dass der Weiterbau der A33 im Bereich Bielefeld nach mehr als 30 Jahren Planungsphase fortschreitet. Eine entsprechende Ankündigung des Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen auf dem Südring bei IKEA hat Google verpixelt und beim Standardsatz „Wir bauen für Sie“ das „bauen für Sie“ herausgelöscht.

Google glaubt nicht mehr an den Weiterbau der A33

Dies passt mit der jüngsten Pressemeldung zusammen, dass sich leider die Fertigstellung des ersten Ausbauteilstücks um ein weiteres Jahr aufgrund der beiden strengen vorangegangenen Winter verzögere. Alternativvorschlag: „Wir planen schon 30 Jahre für Sie, nun könnte es mal irgendwann was werden“.

2 Gedanken zu „Street View-Unschärfen

  1. textexter

    33 Jahre Planung. Da kommt es doch auf die restlichen Jahre nicht mehr an 🙂

  2. Frederick

    Ich sehe derzeit die größten Gefahren in der Erhebung von Daten ohne Kenntnis des Betroffenen bzw. der Unkenntnis des Betroffenen über die Tragweite der Datenerhebung und -nutzung durch Dritte sowie die Verknüpfungsmöglichkeiten, weil der Betroffene aus Bequemlichkeit die ganze Zeit in seinem Facebook-, Google- etc Account eingeloggt ist. Zudem ermöglicht GEO-Tagging eine neue Form der Verknüpfung und Personalisierung der Daten.

    Ich glaube allerdings nicht, dass in einem auf Profit basierten Wirtschaftssystem (Kapitalismus) Du plötzlich keine Pizza bekommen würdest, selbst wenn der Pizza-Lieferservice wüsste, dass sie für Dich sehr ungesund wäre. Der wird doch nicht auf seinen Profit verzichten. Die Kosten, wenn Du Gesundheitsschäden erleidest trägt dann der Käufer, die Allgemeinheit (Sozialisierung der Kosten) sowie ggf. die private Krankenversicherung.

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