Schwierigkeiten?

Das Problem ist nicht neu, die Zahlen sind es: Zwei Drittel der Unternehmen haben Schwierigkeiten, Fachleute zu finden. Was nun, was tun? Selbst aktiv werden. Kein Unternehmen sollte sich darauf verlassen, dass geeignetes Personal schon irgendwann zuwandert oder nachwächst. Die, die da sind, müssen gefördert werden. Das fängt bei den Auszubildenden an: Wer sich nur mit Abiturienten zufrieden gibt, wird sie über kurz oder lang entweder ködern müssen. Oder er wird merken, dass sein Plan nicht
mehr aufgeht, weil es nur noch wenige Abiturienten gibt, die eine Ausbildung machen wollen. Er wird also Real- und Hauptschüler zum Vorstellungsgespräch einladen müssen – wohl wissend, dass ihre Ausbildung vielleicht etwas länger dauert und er sie intensiver betreuen muss. Aber auch wohl wissend, dass es gut ist, sie überhaupt zu haben. Fest steht: Der Arbeitsmarkt wandelt sich mehr und mehr dahingehend, dass nicht die Arbeitgeber, sondern die Arbeitnehmer wählen können. Für junge Menschen ist das eine riesige Chance. Für Unternehmen eine riesige Herausforderung.

Liebes Westfalenblatt, dann sitzt Ihr mal schön dem Geheule der einschlägigen Verbände und den nach dem Maul bezahlten „Experten“ auf anstatt auf das Millionenheer der Arbeitslosen, „Geförderten“, „Aufgestockten“ und Jugendlichen zu schauen? Keine Akademiker darunter? Keine Fachkäfte?

2 Gedanken zu „Schwierigkeiten?

  1. michi

    Und 90% der Unternehmen, die Schwierigkeiten haben Fachkräfte zu finden, sind gar nicht in der Lage, klar zu definieren, was genau die denn suchen. Zudem haben viele Unternehmen noch nicht realisiert, dass diese ebenfalls im europäischen Wettbewerb stehen und flexible Fachkräfte sich eben auch die passenden Unternehmen aussuchen. Denn die Flexibilität, die das Unternehmen von mir fordert, fordere ich auch von meinem Unternehmen.

    Ich war doch immer wieder überrascht, dass Chefs meinten, dass wenn sie eine 60 Stunden-Woche erwarten nur 40 Stunden bezahlen müssten und auch noch die Frage, ob das Unternehmen seinen Kunden auch nur 2/3 in Rechnung stellt, verneinten.

    Wenn ich dann noch sehe, wie die Unternehmen mit Angestellten in Elternzeit umgehen. Wirklich traurig. Wie finanzieren die in Finnland das alles? Wenn die Winter nicht so lang wären, wäre ich ebenfalls schon dort 😉

    Und in der Tat machen wir sehr gute Erfahrungen im Unternehmen, uns die benötigten Fachleute ebenfalls auszubilden. Das dauert i.d.R. 6 – 12 Monate und dann passen die auch ins Unternehmen.

  2. Happydigger

    Die Unternehmen suchen stets „Fachkräfte“, die genau die Tätigkeit, für die Sie Personal suchen vorher schon ausgeübt haben. Wie unflexibel!

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