Gegen den Wind

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Die fachkundigen Schrauberhände einer Zweiradoase hatten das betagte Bike preiswert und perfekt ausgerichtet auf die aufgeblasenen Räder gestellt. „Willst Du wirklich gegen den Wind stürmen?“, fragte listig die schönere und bessere Hälfte. „Ja, ich will“ bekam sie zur Antwort. Es rauschte, es stürmte, es machte die Beine länger, es zwickte, es zwackte. Es sah nicht so aus wie bei „Don Alphonso„, der durch das Outback eines bayerischen Städtchens mit vier Ringen stürmt und mit dessen Heimat den Schreiber allerlei Erlebnisse in der Jugend Wahn verbinden. Nein. Gut, daß zwei radelnde Blondheiten in ihrem Rücken nicht mitbekamen, wie ein Eiertanz um ein weiß-rotes Wegehemmnis aussehen kann. „Unkapriziös“ wäre da noch eine galante Umschreibung. „Wie, schon wieder da?“, ätzte die schönere und bessere Hälfte. „Klar, 12 Kilometer sind nun mal nicht länger“.