Mantelhaus Bielefeld. Der Posse nächste Stufe

Wie mehrmals beschrieben, wurde im Dezember 2006 das Mantelhaus in der Niedernstraße für 5,1 Millionen Euro an die Berliner Hapag versteigert. Das Geld, bestimmt für die Gläubiger, wurde niemals gezahlt. Immer wieder erzählte die Sparkasse Bielefeld als Hauptgläubigerin, „das Geld fließe jetzt“. Nichts tat sich, nun soll erneut zwangsversteigert werden. Da bleibt doch die Frage unbeantwortet, welches Forderungsmanagement diese Sparkasse eigentlich betreibt. Jedem Kleinstkreditnehmer oder Mittelständler hätten die nadelbestreiften Damen und Herren aus der Schweriner Straße blitzschnell das Messer an die finanzielle Gurgel gesetzt. Hier, wo es um Millionen geht, verbleibt nur dümmliches Achselzucken….. Eine eventuell erst in ein paar Monaten anzusetzende neue Versteigerung kann natürlich auch erheblichen Verlust an Anlegergeldern von Sparkassenkunden bedeuten. Denn die stehen mit ihren Einlagen für wenig Zinsen hinter dem Apparat.

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Bißchen viel Schieflage…..

2 Gedanken zu „Mantelhaus Bielefeld. Der Posse nächste Stufe

  1. Matthias Doettlaff

    Alles ist relativ. Das macht es nicht unbedingt fair, ist aber der Lauf der Welt.

    Wenn der Normalmensch wettert: „Ich zehe mein (bei Kreditnehmern selten volles) Sparbuch ab und lege das bei einer anderen Bank an – und außerdem habe ich eine Rechtsschutzversicherung!“ hat das in der Bank schnell die Qualität eines Treppenwitzes.

    Wenn eine große Gesellschaft einem kleinen Kreis mitteilt: „Wir verlagern unsere Einlagen denn mal zu Ihrer Konkurrenz und lassen Ihr Haus auch nicht mehr an unseren zukünftigen Unternehmungen teilhaben und schauen dann auch mal, welche Folgen Ihr Forderungsgebahren so nach sich zieht – und außerdem haben wir eine Rechtsabteilung…“ bekommen eh schon überstresste Manager zusätzlich auch noch Sorgen um ihren Job.

  2. wurm

    hab da auch so einige details: fast die hälfte der wohnungen im mantelhaus stehen einfach leer und werden gar nicht erst neu vermietet. ja sind die denn gar nicht auf die mieten scharf? oder ist das nur eine taktik, das gebäude leer zu bekommen von den „unprofitablen sozial-fall – mietern“ ? damit man schöne teure luxus-appartements draus basteln kann?

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