Das ist doch noch nicht alles

Die Rettung der Skandalbank Hypo Real Estate (HRE) kann für die Steuerzahler deutlich teurer werden als bisher bekannt. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner aktuellen, Morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, liegt dem Finanzministerium ein geheimes Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers vor, wonach die Ausfallrisiken auf bis zu 60 Prozent der Bilanzsumme des Immobilienfinanzierers steigen könnten. Das wären im schlimmsten Fall 235 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der Bundeshaushalt beträgt in diesem Jahr rund 290 Milliarden Euro.

Immer diese „geheimen“ Gutachten. Wie sehen denn dann die wirklich geheimen Gutachten aus? Ob die Verwaltung der Metropole auch solche geheimen Giftpapierchen bezüglich „Cross Border Leasing“ im Tresor hat? Würde mich schon interessieren.

3 Gedanken zu „Das ist doch noch nicht alles

  1. madamef

    Es wäre sinnvoll, die Verbindlichkeiten der HRE offenzulegen und im Einzelfall zu entscheiden, wer stützungswürdig ist und wer nicht. Stattdessen wird gebetsmühlenartig betont, wie wichtig die HRE für das System ist.
    Durch ständiges Wiederholen wird die Lüge nicht wahr.
    Es ist wahnsinnig, Geld in Höhe des gesamten Bundeshaushaltes in ein Loch ohne Boden zu werfen.
    Dieses Geld ist von Menschen erarbeitet worden, die vom Staat erwarten, dass damit Bildung, Gesundheit usw. finanziert wird!

  2. Onkel Otto

    Warum die großen Pressemedien ihrer journalistischen Aufgabe nicht nachkommen und die Quellen, die „geheimen Gutachten“, nicht der Öffentlichkeit zugänglich machen, wenn sie der Presse sowieso vorliegen, ist eine Frage, die man laut stellen muss.

  3. Ausgebürgter

    Warum sollen wir die Zeche für das vorsätzliche Versagen bestimmter unfähiger Menschen zahlen? Wer mit Alkohol Auto fährt und einen Unfall verursacht, ist doch auch vor Gericht dran.

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