Moslem, Schweinefleisch und Hartz IV

Die örtliche Agentur für die Verwaltung der Nichtarbeit hat bekanntlich ein weites und gutes Herz. Wer zu hungrig am Schreibtisch eines Sachbearbeiters hockt, bekommt ein Tütchen mit einer Notration, die ursprünglich für Obdachlose gedacht war. Darin sind ein Schokoriegel, Apfelsaft, ein paar Kekse, Schmelzkäse und eine Dose Frühstücksfleisch schweinischer Herkunft. Das ließ einen Hartz IV empfangenden Bedürftigen moslemischen Glaubens „richtig sauer werden“, sagte er der NW. Er hätte einen Sachbearbeiter angesprochen, der ihm bedeutete, er müsse das Schweinefleisch ja nicht essen. Da empfand der fromme Mann „Hohn und Erniedrigung 1. Klasse“.

Wir empfinden jetzt „fremd schämen“ mit solchen Mitbürgern moslemischen Glaubens und haben alsogleich eine Tüte packen lassen, die ein saftiges 400-Gramm-Rindersteak, Bulgur, Couscous und eine einfache Fahrkarte zurück in die Heimat enthält. Allerdings war uns bisher wohl nur nicht bewußt, daß die Bundesagentur nun auch die religiös korrekte Essensausgabe einiger Mitbürger sein soll.

Ob die Grünen jetzt eine Sonderladung kleine Teppiche mit Mekkakompaß in die Eingangshalle der Agentur schaffen lassen?

4 Gedanken zu „Moslem, Schweinefleisch und Hartz IV

    1. textexter Artikelautor

      Die NW sagt, es habe sich so zugetragen. Und wenn die das sagen, wird das 200 fach stimmen 🙂

  1. epsilon

    Soweit mir jemand erzählt hat, der die Notration einmal bekommen hat, ist das generell nicht essbar. Und ist auch nicht ursprünglich für Obdachlose, sondern für Katastrophenfälle gedacht und entsprechend alt.
    Die Pakete insgesamt sind eine Erniedrigung erster Klasse.

    1. textexter Artikelautor

      Aber sie meinen es doch nur gut bei der sich selbst beschäftigenden Bundesanstalt für Nichtarbeit. „Juxen“ nennt man sowas wohl.

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