Darf ich mal laut lachen?

Das Institut der Deutschen Wirtschaft, bezahlte Meinungsmacher aus Köln, hat unsere heimische Demoskopiefabrik TNS Emnid mal wieder was abfragen lassen. Hier die Pressemeldung, die offensichtlich vom ganz großen Mist ablenken und ein bißchen „Empörung“ erzeugen soll. Abgesehen dabvon, daß wohl kein klar denkender Mensch einem Interviewer sagen würde, wann er wen wofür „schwarz“ beschäftigt:

Jeder dritte Deutsche lässt schwarz arbeiten

Die Nachfrage nach Haushaltshilfen steigt und steigt – doch die meisten Deutschen beschäftigen Putz- und Bügelhilfen schwarz. Fast jeder Dritte hat einer Studie zufolge im Jahr 2007 Schwarzarbeiter beschäftigt und im Schnitt rund 1000 Euro bezahlt. Ein schlechtes Gewissen hat kaum jemand.

Schwarzarbeit ist in deutschen Haushalten weit verbreitet. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage von TNS-Emnid für das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Vor allem Handwerker werden demnach gerne schwarz beschäftigt – ihr Anteil an der Schwarzarbeit machte im Jahr 2007 19 Prozent aus. Aber auch die Kosten für Kinderbetreuung, Gartenarbeit, Bügelservice oder Putzhilfen werden häufig am Finanzamt vorbei abgerechnet – ihr Anteil: 16 Prozent. Im Schnitt zahlte jeder dritte Deutsche den illegal Beschäftigten übers Jahr gerechnet 1000 Euro.

Allein die Überschrift zu der Meldung der bezahlten Salbader und Kaffeesatzleser ist angesichts dessen, was zur Zeit in Banken, Industrie und Politik abgeht, unverschämt. Da werden Milliarden um Milliarden versenkt, der Staat immer mehr in die jahrzehntelang wirkenden Verbindlichkeiten getrieben und dann kommt diese Mischpoke mit „Schwarzarbeit“? Nennen wir es einfach mal „Notwehr“, dann wird ein Schuh daraus.

Diese Mietmäuler vom Institut der Deutschen Wirtschaft veröffentlichten noch am 24.4. 2008 diese Prognose:

Vor diesem Hintergrund erwartet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in seiner Frühjahrsprognose – wie bereits im vorigen Herbst – zwar für die Bundesrepublik ein geringeres Wachstumstempo als 2007, schließt eine Rezession aber derzeit aus (Tableau): Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2008 voraussichtlich um 1,7 Prozent zulegen, für das kommende Jahr kann noch mit einem Plus von 1,4 Prozent gerechnet werden.

Pfffffffffffffffffft. Soviel zum Thema „Experten“. Geht mir fort!