Krise? Krise! Schwafelkrise.

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Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich kann das ganze Geschwafel nicht mehr hören, sehen und lesen. Da ergehen sich die „Wirtschaftsweisen aus dem Morgenland“ in sich minütlich überschlagenden Katastrophenmeldungen, werden Arbeitsplatzabbauten verkündet, läßt die VW-Bank schon mal den Autobestand des fallierten Händlers gegenüber der Seidenstickerhalle räumen und dann das: Ein Menschenmassenbild. Massen, die sich durch die Bielefelder Niedernstraße schieben. Jubel über Umsätze, Gesundbetung des gestrigen, heutigen und morgigen letzten Einkaufstages vor dem Heiligen Abend. Ach ne, ne, ne. Wie im Steckrübenwinter 46 auf 47. Geht mich weg. Ab 24. mittags ist Schluß damit. Dann steht die Tanne. Wird geschmückt und ab 14 Uhr kommt der Riesenschinken in den Ofen. Wenn dann gegen 17 Uhr die Geschenke mit zittrigen Händen von ihrem Glitzerpapier befreit sind, wird sich zeigen, ob wir 2008 gegen den Trend, mit dem Trend oder ganz anders gekauft haben. Die Coiffeuse meines Vertrauens sagte jedenfalls gestern: „Ja, 2008 wird definitiv schlechter bei uns. Die Leute haben weniger Haare gelassen“. Klare Ansage. Wenn die Leute weniger Haare beim Friseur lassen, sind die Zeiten schlechter.

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PS: Letztes Wochenende in Berlin. KaDeWe. Noch nie habe ich derartige Massen an „Sale“-Schildern an den Waren des Einkaufstempels am Wittenbergplatz gesehen. Noch nie.

4 Gedanken zu „Krise? Krise! Schwafelkrise.

  1. kath

    Niedernstraße ist das, nicht Bahnhofstraße..
    Hinter der Pizza ist doch mein Zuhause 🙁

  2. blitzmerker

    Wenigstens hat er diesmal nicht „Obernstraße“ geschrieben.
    Er schießt sich langsam ein.

  3. kath

    textexter: sie haben mich enttäuscht 🙁
    keine 6 Backfische..
    Heut war mein letzter Tag für dieses Jahr.

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