Wer zahlt die Zeche??!

Die IHK verreist-und die NW ist dabei. Mit täglichen Wasserstandsmeldungen von peinlicher Irrelevanz. Denn solche Institutionen sehen sich täglichem Legitimationszwang ausgesetzt, und so eine Lustreise in die arabischen Märchenstaaten muss den zahlenden Mitgliedern beigebracht werden. So erfährt man in einem kleinen Beitrag beispielsweise, dass die Sonne über der arabischen Halbinsel scheint, holla! Oder folgenden Unternehmerinnenbeitrag, (stark gekürzt!):

Immer obenauf
Dagmar Nowitzki, Chefin des Kronenkorken-Produzenten Brüninghaus, erkundet den arabischen Markt
VON STFAN SCHELP

Dagmar Nowitzki ist Unternehmerin mit Durchsetzungsvermögen.

Versmold. „Neue Kunden gewinnen, natürlich“, sagt die Unternehmerin. Und es klingt, als wäre sie ehrlich erstaunt über eine solche Frage. Herausforderungen sind schließlich dafür da, bewältigt zu werden.

Letzte Woche die Schweiz, gestern Schweden, heute das Unternehmen in Versmold – und morgen eben Oman, Abu Dhabi und Dubai. „In der Vergangenheit hat sich das für uns nicht gelohnt im mittleren Osten. Aber in der letzten Zeit gibt es eine ganze Reihe von Anfragen“, sagt Dagmar Nowitzki. Was wirklich geht, will sie nun an Ort und Stelle eruieren – als Teilnehmerin einer von der Industrie- und Handelskammer organisierten Unternehmer-Reise, die bis zum 27. November auf die arabische Halbinsel führt.

Einen großen Kunden im Jemen hat Brüninghaus bereits. …(…)

Was im Jemen funktioniert hat, müsste auch in Dubai klappen, lautet das Kalkül der 50-Jährigen. „Dort gibt es eine ganze Reihe von Getränke-Abfüllern mit erheblichen Zuwachsraten.“ Auf zwei, drei Kunden hofft sie. Dabei, räumt sie ein, ist sie ganz froh, dass es in die gemäßigteren arabischen Staaten geht. „Saudi-Arabien wäre mir da doch schon etwas suspekt“, gesteht sie.
(..)
Einige ihrer Mitbewerber aus der Kronkorken-Branche sind schon im ebenfalls islamisch geprägten Nordafrika aktiv. Für eine Frau wie Dagmar Nowitzki ist das selbstverständlich ein Ansporn und auf keinen Fall ein Grund, sich entmutigen zu lassen. Nicht von ungefähr zitiert sie gern den Erfinder der Kronenkorken, William Painter: „Kronenkorken haben ein schönes Leben: Immer obenauf und unter sich eine volle Pulle.“
(…)
Und wenn gar nichts läuft auf der arabischen Halbinsel? Dann geht es eben ans andere Ende der Welt. „Im Februar bin ich in Namibia und Südafrika.“ Die Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft laufen längst – auch im Versmolder Werk – auf vollen Touren. Südafrika ist für Dagmar Nowitzki praktisch ein Heimspiel. Dort wird Bier und Cider getrunken. Aus Flaschen mit ihren Kronkorken.

Na, was lernen wir? Wenn durch die teure Reise nichts läuft in Arabien, dann geh’n wer halt nach Afrika…:-)))

So, und wer bezahlt die Reise?

1. Die tranfunzeligen IHK-„Beamtenseelen“ selbst sicher nicht! Also die Zwangsbeitragszahler!
2. Die Unternehmer zahlen es aus der eigenen Kasse – wenn was am Jahresende fehlt, streicht man den Mitarbeitern das Weihnachtsgeld…Also letztendlich die Mitarbeiter!
3. …und bei der NW sind es die Leser, denn die zahlen mit ihren Nerven….! 🙂

Übrigens: täglich mal in die NW schauen, da gibt’s jeden Tag eine amüsante Peinlichkeit aus dem Morgenland zu lesen!

3 Gedanken zu „Wer zahlt die Zeche??!

  1. textexter

    „Südafrika ist für Dagmar Nowitzki praktisch ein Heimspiel“. Oweia, wenn dem Schelp der Schelm durchgeht. Das Dagmarlein spart sich sogar die PR-Abteilung. Macht die NW gerne mit.

  2. michi

    Ja, die Gier nach unendlichen Wachstum. Nur was kommt wenn die Weltmärkte erobert sind, wohin will man dann wachsen? Was kommt wenn als die Ressourcen aufgebraucht sind? Ein Teufelskreis, BWL-Professoren erzeugen BWL-Doktoren, BWL-Doktoren erzeugen BWL und alle singen das gleiche Lied von Wachstum. Am Ende ist es doch nur ein Pyramidenspiel…..

  3. textexter

    BeWeEll, Eijeijeijei, lasst uns Keynen, lassst uns weiter wachsen. Bis wir platzen. Die Quadratur des idiotischen Kreises ist in den letzten Jahren erfunden worden, interessiert aber keinen Tagelöhner in Bejing oder Kalkutta. Selbst für den letzten elektronischen Dreck gibt es bereits Discounternde Abnehmer. Motto: Muß nur über Weihnachten, das Fest der Lichter und Jesus Christus, halten. Danach kommt ohnehin die Sintflut mit Auferstehung an Ostern.

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