Gütersloher „Gutmenschen“ in Aufruhr

Kaum ein Gebiet, zu der die Bertelsmann-Stiftung im benachbarten Gütersloh nicht ihren Senf dazugibt, kaum ein politisches Feld, auf dem die Leute aus der Provinzstadt nicht etwas Weltbewegendes zu sagen hätten. Und nun schreibt der Spiegel heute:

So viel ist gewiss, die Unternehmenskontrolle genau jener Stiftung, die vorbildliche Corporate Governance thematisiert, funktioniert nicht.

Worum gehts? Die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen einen Vorstand der Stiftung. Dieser hundertfach geehrte Mensch, der in München über den Wassern schwebt und fleißig von Bertelsmann-Geldern in seiner „politischen Denkarbeit“ unterstützt wird, soll sich „bereichert“ haben. Nein doch. Wie kann er nur. Tut man doch in diesen Kreisen nicht. Da greift man gleich von ganz oben 90% eines ganzen Volkes in die Taschen. Und gläubig hängen die Berliner Politgrößen an den Lippen der Gütersloher Stifter, auf das neue Weisheiten aus der „Denkfabrik“ fließen. Letztlich dienen sie alle einem einzigen Zweck: den Willen, die Weltansicht und den Einfluß auf alles ausdehnen, was Staat heißt. Und kräftig kassieren. Also Machtgier pur. Shit, wenn dann plötzlich Staatsanwälte ins Eingemachte greifen. Und so wird das, was soviel Glanz und Gloria verbreiten möchte zu einem ganz profanen Unternehmen, das seinen Reibach macht und machen will.

Ein Gedanke zu „Gütersloher „Gutmenschen“ in Aufruhr

  1. Eckensteher Nante

    Nunja, es gibt auch wirklich kein Thema, wo der SPIEGEL nicht seinen Mostrich dazugeben muss. Lustig nur, dass das „Schmotzblatt“ sonst nichts lieber tut als irgendwelche kruden Bertelsmann-Statistiken aus dem Hut zu zaubern und sie als Heilige Kühe verkauft, um mal wieder den medialen Multiplikator für die Massen zu spielen – natürlich immer unabhängig powered by Bertelsmann. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich…

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