Wenn der Obersee krebst

Aufgrund der Medienberichterstattung, wonach für das Einsetzen von Edelkrebsen in den Obersee einige Hundert Euro fehlen, haben sich zahlreiche Bielefelder Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine gemeldet und Spendengelder angeboten. Für dieses Engagement bedankt sich das städtische Umweltamt. Der Krebsbesatz, der neben anderen Maßnahmen im See für ein biologisches Gleichgewicht sorgen soll, wird durch das Land Nordrhein-Westfalen voraussichtlich mit einem Zuschuss von 90 Prozent gefördert. Nachdem durch Spendengelder die Finanzierung des städtischen Eigenanteils gedeckt ist, können jetzt alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, um – jahreszeitlich bedingt – die Krebse im Mai nächsten Jahres im Obersee auszusetzen.

Soweit die Pressemeldung der Glitzermetropole. Ach Ihr armen, armen Hascherln am Niederwall. Ein paar hundert Euro haben für das Einsetzen gefehlt? Da wär ja dann glatt das städtische jährliche Krebseessen für „Honoratioren“ und Adabeis gefährdet gewesen. Sollen wir für Lachs und Kaviar sammeln?

4 Gedanken zu „Wenn der Obersee krebst

  1. michi

    Dabei hätte man doch eben irgendwo eine Baustelle einrichten können, Tempolimit auf 10 km/h und den Blitzer aufstellen. Dann wäre genügend reingekommen und das Land musste keinen Zuschuss zahlen 😉

  2. primula vulgaris

    Och, da fallen mir reichlich Stellen ein, wo es ausreichen würde und auch sinnvoll wäre, mal die lokal vorgeschriebenen max. 30 bzw 50km/h zu überprüfen.

  3. Kritiker

    Sie Stadt befindet sich im Nothaushalt und darf nur dann Geld ausgeben, wenn sie dazu rechtlich verpflichtet ist. Völlig unabhängig davon ob es sich unm 10 oder 10.000 € handelt.
    Da es kein Krebs-in-den-Obersee-Einsetz-Gesetz gibt und die Stadt über das Einsetzen auch keinen Vertrag geschlossen hat, fehlt die rechtliche Verpflichtung.

    So what?

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