Das niedliche Beamtendeutsch

Schade, das Bielefeld keine echte Stadt mit einem echten Grafen oben auf der Burg ist. Was das Presseamt so formuliert, glänzt aber immer noch in wunderschönem Ravensberger Beamtendeutsch. Bitteschön:

Alle Jahre wieder werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltbetriebes der Stadt Bielefeld (UWB) vor eine besonders arbeitsintensive Aufgabe gestellt: Die Bielefelder Straßen und Grünanlagen müssen von den Überresten der Neujahrsnacht befreit werden.

Bereits in der Nacht des Jahreswechsels rücken die ersten Kehrmaschinen aus, um die Reste der Feierlichkeiten zu beseitigen. Feuerwerksmüll, Plastikbecher und -flaschen sowie leider auch Glas und Glasscherben zieren in Mengen die Straßen und Gehwege, aber auch die Grünflächen.

Der Umweltbetrieb möchte daher alle Bielefelderinnen und Bielefelder bitten, dem UWB unterstützend zur Seite zu stehen und die Überreste der Silvesterfeier zeitnah selbst zu beseitigen, um den Aufwand zu senken.

Denn: Wer feiert, der kann auch fegen und säubern.

Satzungsgemäß sind dabei nach dem Verursacherprinzip nicht nur die Gehwege zu reinigen, sondern – bei außergewöhnlichen Verunreinigungen – auch anliegende Straßen. Und unsere Grünanlagen sind schneller wieder sauber, wenn sich Abfälle, die von der Silvesterknallerei übrig bleiben, nicht erst durch Feuchtigkeit und andere Einwirkungen in kleine Bestandteile auflösen können.

Die Abfälle können über die graue Restmülltonne entsorgt werden. Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass Böller & Co. beim Einwerfen in den Behälter komplett erloschen sind. Glasreste gehören selbstverständlich in die Sammelcontainer, um Menschen, Tiere sowie Auto- und Fahrradreifen nicht zu gefährden.

3 Gedanken zu „Das niedliche Beamtendeutsch

  1. witheboard

    Zitat;

    „Die Herren Revolutionäre werden gebeten, den Rasen
    nicht zu betreten“.

    /Zitat

    Fehlt bloss noch der Hinweis, dass die Leute, die in Partylaune sind, zum Lachen in den Keller gehen mögen 🙂

    Gruß witheboard

  2. vert

    nun denn, ich lobe mir silvester in z.b. ungarn. da ist privates feuerwerk einfach mal verboten – wahrscheinlich aus nachvollziehbaren volkswirtschaftlichen gründen.
    am tag danach gibts an zentraler stelle ein zentrales feuerwerk, dafür aber keine abgerissenen hände oder schwere verletzungen von raketentreffern. dafür haben alle tröten wie brünftige elche.
    noch nie so entspannt im öffentlichen raum den jahresanfang begangen…

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