Das „mas integration“ ist voll!

Burnout tritt nun also auch bei Schiedsrichtern auf. Verwundern tut es nur deshalb, weil erst in heutiger Zeit. Sei`s drum.

Es gibt bei jedem die persönliche mentale (auch charakterbedingte) Grenze, mit wieviel und welcher Art Druck er zurechtkommt. Wo nun diese Grenzen sind, weiß man oft erst, wenn man diese überschritten hat.

Problematisch ist es vor allem insofern, da von Schiedsrichtern ja durchaus erwartet wird, daß sie auf die Spieler ein- und zugehen. Und bei einem arroganten Referee (Viertelfinale `98), der mit dem Druck wunderbar klarkommt, weil er eben gar nichts an sich ranläßt, wird das schwierig. Bis dann auch bei so einem die Bombe platzt.

Es kann doch eigentlich nicht schwer sein, den Schiedsrichtern mit allen technischen Errungenschaften in unserer Zeit unter die Arme zu greifen. Videos, Chips, mehr Linienrichter…Aber davon will ja niemand in Zürich oder Lyon etwas wissen. Nur weil man befürchtet, wenn man sich Zuschauerforderungen beugt, könnte man Autorität verlieren. Also spielen Blatter, Platini u.a. auf Zeit. Bis man sich dann endlich mal genehm ist, etwas zu unternehmen. Nach unzähligen Ereignissen, wo man bezweifelt, ob Sport wirklich das “mas integration” ist (Streiks und Verhaftungen in Südafrika, 2014 wird ähnlich sein).

Wo soll das noch hinführen? Niemand weiß es so richtig, doch einst ist sicher: Es muß sich etwas ändern.

5 Gedanken zu „Das „mas integration“ ist voll!

  1. Wahl-Bielefelder

    Auch wenn ich ebenfalls technische Hilfsmittel im Fußball befürworte, so sollte man zunächst die tatsächlichen Hintergründe für den Suizidversuch von Babak Rafati abwarten. Neuste Meldungen berichten, dass der Fußball hierbei keine Rolle gespielt hätte. Ich denke, dass es viel Spekulationen gibt. Den genauen Grund kennt wohl vorerst nur Herr Rafati.

    1. Dougan Artikelautor

      Das ist richtig. Doch leider ist der Informationsstand des Volkes nur so weit aktuell, wie es die Medien zu lassen.

  2. Schwarzer Peter

    Die Fans sollten aufhören die Schiris von den Rängen herab anzufeindem, zu beschimpfen und zu beleidigen …

  3. Schwarzer Peter

    Soeben im WDR, „Sport inside“: Die Kampagnen der Medien (Sport- und Boulevardpresse, Internetreporter etc.) gegen die Schiris (incl. „Noten“) … so heizt man die Stimmung auf. Und Zwanziger kann sich und das System mit dem Hinweis auf „private Gründe“ aus der Affaire ziehen.

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