Archiv für den Monat: April 2016

Die „Rechte“-Demo am 23.04.2016 in Jöllenbeck stören!

wie heute der Presse zu  entnehmen ist , hat die Neonazi-Partei„Die RECHTE“ (Vorsitzender in OWL: Sascha Krolzig) für morgen,

Samstag, 23. 4. 2016 eine Demo/Kundgebung auf dem Marktplatz in Jöllenbeck

angemeldet. Das Motto lautet: „Masseneinwanderung und Asylmißbrauch stoppen“. Die Kundgebung soll in der Zeit von 12.00 bis 14.00 Uhr stattfinden.
Wir sollten gemeinsam spontan und kreativ auf diese Provokation antworten und schlagen vor, morgen gegen 12.00 Uhr vielleicht im Rahmen einer kleinen Radtour, zum Einkaufen oder zum Kaffeetrinken nach Jöllenbeck zu kommen. Vielleicht habt ihr zufälligerweise Tröten, Pfeifen, Trommeln oder sogar große Besen dabei, mit denen der Marktplatz gefegt werden kann. Der spontanen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und sie kann ganz schön laut sein.

Es wäre also super, wenn wir uns zu recht vielen spontan morgen um 12.00 Uhr in Jöllenbeck treffen !  http://m.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Kreis-Herford/Herford/2339907-Am-Samstag-vor-Fluechtlingsunterkunft-Rechten-Demos-in-OWL-Staedten

Keine B66n durch die Oststadt

Die Planungen zu einer vierspurigen Stadtautobahn (B66n) – quer durch Bielefeld – wurden, da unsinnig, bereits vor vielen Jahren vom Bundestag verworfen. Doch nun gibt es eine Neuauflage des Vorhabens.

Auf Betreiben der Industrie- und Handelskammer (IHK) steht die B66n im Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030, der am 16. März 2016 veröffentlicht wurde – und zwar in der Kategorie „vorrangiger Bedarf“.

 

Das bedeutet: Eine im Schnitt 40 m breite vierspurige Stadtautobahn soll vom Ostwestfalentunnel aus entlang der Bahnstrecke der Eurobahn durch das Grüne Band über 6,2 km bis zur Lageschen Straße bei Hillegossen führen und den „fünften Kanton“ knapp hinterm Maria-Stemme-Berufskolleg und hinterm Rußheide-Stadion zerschneiden.

Der offizielle Umweltbericht erwähnt als Folgen ein zunehmendes Verkehrsaufkommen in Bielefeld-Innenstadt (Osten), Heepen, Bethel, Hillegossen, Ubbedissen.

Bis zum 2. Mai 2016 haben Sie die Möglichkeit, Einwände gegen den Plan geltend zu machen. Nutzen Sie Ihre Möglichkeit zur persönlichen Stellungnahme unter:

http://bit.ly/b66n-beteiligung

http://www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrspolitik/Verkehrsinfrastruktur/Bundesverkehrswegeplan2030/StellungnahmeAbgeben/stellungnahme_node.html

oder per Post an: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Referat G12, Invalidenstraße 44,10115 Berlin, Stichwort „BVWP 2030“.

Besondere Formen der Stellungnahme sind dabei nicht zu beachten.

Schreiben Sie zum Beispiel:

„Den geplanten Neubau der B66n in Bielefeld lehne ich ab. Bielefeld verträgt keine zusätzliche Stadtautobahn.

 

Sechs Gründe gegen die Stadtautobahn B66n:

  1. B66n – keine Ortsumgehung, sondern eine Autobahn mitten durch die Stadt                                                                                     Die Neuplanung der B66n wird im Plan als Ortsumgehung von Bielefeld dargestellt. So will man die über 100 Mio. € geplanten Investitionskosten rechtfertigen. In Wirklichkeit geht sie mitten durch die Oststadt. Eine Ortsumgehung besteht bereits mit Eckendorfer Straße und Ostring.
  1. Innerstädtischer Lebens-, Natur- und Wohnraum wird zerstört und zerschnitten                                                                                         Die 6,2 km lange Trasse würde mit 40 Meter Breite und bis zu 17 m Höhe die Oststadt zerschneiden und das beliebte Grüne Band zerstören. Die Investitionen ins Grüne Band wären verloren. Grünzonen am Wiehagen und die Täler von Mühlenbach und Baderbach würden teilweise zerstört. Für die Trasse müssten viele Häuser abgerissen werden. Viel innerstädtisches Bauland würde wegfallen.
  1. Lärmteppiche und Abgaswolken schädigen die Gesundheit       Die Stadtautobahn erhöht den Verkehrslärm (auf über 75 dB), die Abgas- und Feinstaubbelastung deutlich. Noch mehr Verkehr wird in und durch das Zentrum von Bielefeld gelenkt. Alternative Investitionen in gesundheitsverträgliche Verkehrslösungen unterbleiben.
  1. Frischluftbahnen in das Stadtzentrum werden unterbrochen      Die geplante Trasse blockiert die Frischluftzufuhr vom Nordhang des Teutoburger Waldes in das Zentrum von Bielefeld. Hitze- und Schadstoffbelastungen nehmen zu.
  1. Knappe Investitionsmittel werden fehlgesteuert                               Der geplante Eigenanteil der Stadt von 40 Mio. € fehlt für soziale, kulturelle und ökologische Stadtentwicklungen. Die 60 Mio. € Bundesmittel fehlen im Bildungswesen, im sozialen Wohnungsbau und anderswo.
  1. Stadtentwicklung geht anders besser!                               Vorhandene Finanzmittel sind besser in alternative Planungskonzepte zu investieren, mit echten Gewinnen für die Lebens- und Mobilitätsqualität in Bielefeld.Die Trasse führt von der Lageschen Straße in Hillegossen zum Ostende des Ostwestfalentunnels. Sie orientiert sich an die Bahnlinie der Eurobahn.

Weitere Details zur Planung sind im Projektinformationssystem (PRINS) zum

Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 nachzulesen: http://www.bvwp-projekte.de/map_street.html Projektauswahl: B66 – NW – Bielefeld – B66-G40-NW – VB

Die Bürgerinitiative gegen die B66n im Internet: http:// www.b66n.de

Wir begehen die vorgesehene Trasse – Sie sind herzlich eingeladen!

Treffen vor dem Ostbahnhof (Am Ostbahnhof 1)

Mittwoch, den 13.4.2016 um 18.00 Uhr

Im Anschluss besprechen wir unser weiteres Vorgehen gegen diese verantwortungslose Planung.