Archiv für den Monat: März 2013

„Die Tourist-Card zeigt‚ dass Bielefeld im Wettbewerb mit anderen Städten besteht“

3 Bielefelder zeigen Topfblumen und Tourismus-Prospekte:

zeigebild (Foto: NW von heute)

Kein Wunder, denn holländische Touristen bevölkern zu Tausenden die Stadt.
(Wegen der attraktiven Firmen.)
Und
die NW macht in der heutigen Ausgabe auch gleich einen hübschen Artikel dazu.
Hier schönsten Zitate daraus:

„Im starken Tourismus-Jahr 2012 kamen die meisten Übernachtungsgäste aus Holland.
536.000 Übernachtungen in Bielefeld zählen Hans-Rudolf Holtkamp und Bielefeld Marketing fur das vergangene Jahr.“ (…)
„Etwa 80 Prozent der Touristen, die in Bielefeld übernachten, sind Geschäftskunden.“(…)

„„Bielefelds Anziehungskraft ist gestiegen. Das hängt mit der Attraktivität der Firmen,
aber auch mit der Stadt zusammen“, sagt der Stadtmarketing-Chef.“(…)
„So gibt es nun die Aktion ‚Alcina Kosmetik Cafe“‚ bei der die Teilnehmer Bielefeld hautnah erleben können – denn neben der Stadtrundfahrt und einem Mittagessen steht ein Besuch des Kosmetik-Unternehmens Dr.Kurt Wolff auf dem Programm.“(…)

„Holtkamps persönliches Lieblingsprodukt ist die „Tourist-Card“. Die Karte, die es für einen oder drei Tage gibt, gilt als Fahrschein für Bus und Bahn und als Eintrittskarte zu zahlreichen kulturellen Orten. Bei weiteren Angeboten gibt es Rabatte.
„Die Tourist-Card zeigt‚ dass Bielefeld im Wettbewerb mit anderen Städten besteht“, sagt
Holtkamp.“(…)

Zum ganzen Artikel: Vorschau anklicken
thummb

Märchenstunde

Was titelt also da ‚unsere‘ NW?: „Arbeitskosten liegen ein Drittel über EU-Schnitt“. – Und ‚meldet das, was genau so auch in anderen Zeitungen steht. Denn das zeichnet Pressevielfalt aus: einer schreibt vor, die anderen schmieren’s ab – zur Einfalt einer Presse’landschaft‘ und auch des Lesers, der andere Meinungen in den Medien kaum mehr findet, da gibt’s (fast) nur noch einen Einheitsbrei.

Und was denkt sich unbedarftes Leser nun? – Boah, ey, Arbeitskosten, ey, zu hoch, nicht mehr konkurrenzfähig, müssen runter …! Was also sagt uns der Artikel?: Dass da – wieder mal – wer fleißig Propaganda macht, auch mit Hilfe dieses Blattes, dessen Miteigentümer noch die SPD ist. Denn Arbeitskosten, für sich allein genommen, besagen: gar nichts.

Konstruieren wir mal den Fall: da seien die Arbeitskosten eines Bäckers in Hamburg sehr viel niedriger als in Bielefeld, weshalb die Brötchen in Hamburg dann auch sehr viel günstiger zu haben sind: da jettet natürlich jeder Bielefelder früh am Morgen nach Hamburg, sich dort seine Frühstücksbrötchen zu besorgen, und zurück, nicht wahr? – Es gibt also lokale oder regionale Märkte, in denen je verschiedene Arbeitskosten gar nicht stören.

OK: bei Fahrrädern zum Beispiel oder Autos sähe das nun anders aus. Denn nun gibt es sowas wie Konkurrenz von Herstellern, zwischen denen auch Ländergrenzen liegen mögen. Also konstruieren wir mal ein Beispiel. A und B seien Firmen, und die stellen Autos her, schweißen also auch die Karosserie zusammen. A hat nun schon Roboter, die das tun – da reicht ein Arbeiter, die zu überwachen. B ist noch nicht ganz so weit, da sind für denselben Vorgang noch 10 Schweißer nötig. Eine Milchmädchenrechnung, ich weiß: aber es geht ja ums Prinzip! – Denn eines ist nun klar: in dem selben Produkt stecken bei A die Arbeitskosten von 1 Arbeiter, bei B aber die Arbeitskosten von 10 – verdiente also 1 Kontrolleur bei A das 10-fache von 1 Schweißer bei B – wären die Arbeitskosten genau gleich. Klar auch: A produziert mit höherer Produktivität.

Es kommt also gar nicht darauf an, wie hoch einzelne Arbeitskosten sind. Sondern darauf, wie viel an Arbeitskosten in dem fertigen ‚Stück‘ steckt. Klar: Arbeitskosten selber sind hier auch ein Maß. Aber eben auch die Produktivität, und die ist entscheidend. Nun kann man berechnen, wie viel an Arbeitskosten (Lohn) in einem fertigen Produkt (Stück) steckt – und das dann anteilig auf 100 (Prozent) beziehen: so kriegt man Lohnstückkosten. Und die sind im Wettbewerb entscheidend.

Wer das verschweigt, aber von ach so hohen Lohn- oder Arbeitskosten faselt: betreibt Propaganda.

@friends

Durch Zufall bin ich auf den großen Dinner-Blog gestoßen und war erstaunt wie sehr ich mich doch mit den ehemaligen und derzeitigen MA identifiziere und gerne meinen Beitrag dazu gegeben. Ich finde es schade, dass die Blogs mit dieser Ausbeute-Firma nicht fortgesetzt werden.

Mittlerweile wurde ein neues PA-Ungeheuer erschaffen. Ein richtiger Kotzbrocken, der die MA sehr Niveaulos behandelt, sich als Übermensch sieht (solange PM T.K. oder die GF nicht in der Nähe sind) und nicht so amüsant und unwiderstehlich ist wie er es sich gerne ausmalt. Für ihn wurde die MA-freundliche J.P. weggekickt um Platz zu schaffen.

Dann gibt es ja noch den angeblichen Betriebsrat, der dafür gesorgt hat, dass wir weniger Prämie ausgezahlt bekommen. Waren es früher mit der Note 3 noch um die 300€, sind es heute keine 80€ mehr.

Ich brauche es und habe noch viel mehr auszukotzen.