Archiv für den Monat: Oktober 2012

Hochbegabt ..

Offenbar nach allerneusten Erkenntnissen von Vorvorgestern wird in Bielefeld „Hochbegabtenförderung“ schon im Kindergarten betrieben, wie letzte Woche die NW unter „

Begabung rechtzeitig erkennen“ titelte (http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/7183357_Begabung_rechtzeitig_erkennen.html?em_index_page=5). Da werden dann Lehrer und Erzieher ‚fortgebildet‘, Eltern ’sensibilisiert‘ und Materialien angeschafft. Es kommt boch dicker: „Im globalen Wettbewerb brauchen wir Hochbegabte …“ zitiert die NW Dr. Ulrich Hüttemann vom Vorstand der Familie-Osthushenrich-Stiftung, die das Projekt unterstützt. Da gibt denn auch der Bielefelder Sozialdezernent Tim Kähler seinen Senf dazu (Zitat NW): >> „Der Übergang von der Kita in die Grundschule spielt eine der wichtigsten Rollen beim Start in die Bildungsbiographie eines kleinen Menschen.“ Dabei gelte es, Begabungen richtig und rechtzeitig zu erkennen, auch und besonders in „nicht ganz bildungsnahen Schichten“. Denn rund zwei Prozent aller Kinder in jedem Kita-Jahrgang seien hochbegabt.(Hervorhebung von mir) <<

Nein, ich weiß nicht, wie diese Förderung in der Kita tatsächlich aussieht; mit deren Darstellung belästigt uns die NW ja nicht, deren Berichterstattung sich in den Ergüssen der Hauptdarsteller erschöpft. Und ja: es ist ein Skandal, wenn hoch intelligente Kinder wegen Lernbehinderung an eine Sonderschule überstellt werden – ein Skandal, weil es eine Schule zeigt, deren Aufgabe es offenbar ist, Kinder zu uniformierten Lernkonsumenten zu erziehen, statt deren individuelle Entwicklung zu fördern. Was dann dabei heraus kommt, erlebte ich mit meinem Sohn: in Mathematik sackte er ab, ein Test ergab: ihm fehlten Grundkenntnisse. Dabei war er doch vorher so gut in diesem Fach: was war geschehen? – Ja, er war gut gewesen; hatte kapiert, worum es ging, kaum das der Lehrer ausgesprochen hatte. Der aber wiederholte seine Erklärung – für die, die’s nicht gleich verstanden hatten: langweilig .. Und wiederholte noch ein weiteres Mal: ätzend! – So schaltete der Junge ab.. Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr ich lernen wollte. Und dann kam ich endlich tatsächlich in die Schule … Wie sang noch Hildegard Knef: „Von nun an ging’s bergab ..“.

Neuere Erkenntnisse der Neurologie zeigen: Jedes Kind kommt hochbegabt zur Welt; ja, es hatte schon mal ein um 1/3 größeres Gehirn – doch die Überkapazität war, da nicht benötigt, bereits bei der Geburt wieder abgeräumt. So sind dann noch ganze 2 Prozent ‚Hochbegabte‘ – die es schafften, ihre Begabung trotz Erziehung und Schule zu erhalten – ein erbärmliches Ergebnis: 98 Prozent waren gehindert, ihre Begabungen zu entfalten!

Ideologie schwingt mit: was sind ‚die Besten‘? – Worin? – Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei; ein ‚Team‘ aber braucht Verschiedenheit, nicht ‚hohe‘, sondern besondere, individuelle Begabungen und Fähigkeiten, nur so entstehen Synergieeffekte, braucht seelisch gesunde Menschen statt hochgezüchteter Psychopathen in Wirtschaft und Politik, braucht Gemeinschaft.

Nein, ich weiß nicht, wie diese Förderung in der Kita tatsächlich aussieht; mit deren Darstellung belästigt uns die NW ja nicht, deren Berichterstattung sich in den Ergüssen der Hauptdarsteller erschöpft. Und ja: es ist ein Skandal, wenn hoch intelligente Kinder wegen Lernbehinderung an eine Sonderschule überstellt werden – ein Skandal, weil es eine Schule zeigt, deren Aufgabe es offenbar ist, Kinder zu uniformierten Lernkonsumenten zu erziehen, statt deren individuelle Entwicklung zu fördern. Was dann dabei heraus kommt, erlebte ich mit meinem Sohn: in Mathematik sackte er ab, ein Test ergab: ihm fehlten Grundkenntnisse. Dabei war er doch vorher so gut in diesem Fach: was war geschehen? – Ja, er war gut gewesen; hatte kapiert, worum es ging, kaum das der Lehrer ausgesprochen hatte. Der aber wiederholte seine Erklärung – für die, die’s nicht gleich verstanden hatten: langweilig .. Und wiederholte noch ein weiteres Mal: ätzend! – So schaltete der Junge ab.. Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr ich lernen wollte. Und dann kam ich endlich tatsächlich in die Schule … Wie sang noch Hildegard Knef: „Von nun an ging’s bergab ..“.

Neuere Erkenntnisse der Neurologie zeigen: Jedes Kind kommt hochbegabt zur Welt; ja, es hatte schon mal ein um 1/3 größeres Gehirn – doch die Überkapazität war, da nicht benötigt, bereits bei der Geburt wieder abgeräumt. So sind dann noch ganze 2 Prozent ‚Hochbegabte‘ – die es schafften, ihre Begabung trotz Erziehung und Schule zu erhalten – ein erbärmliches Ergebnis: 98 Prozent waren gehindert, ihre Begabungen zu entfalten!

Ideologie schwingt mit: was sind ‚die Besten‘? – Worin? – Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei; ein ‚Team‘ aber braucht Verschiedenheit, nicht ‚hohe‘, sondern besondere, individuelle Begabungen und Fähigkeiten, nur so entstehen Synergieeffekte, braucht seelisch gesunde Menschen statt hochgezüchteter Psychopathen in Wirtschaft und Politik, braucht Gemeinschaft.

 

 

In eigener Sache

Vielen Dank, I.B.

Nun weiß ich wie einer der nettesten und besten Blogjournalisten aussieht, die ich kenne. Er erinnert mich an Peter Falk als Frank Columbo oder Patrick Bauchau als Sidney aus der Serie “Pretender”.

Bevor Du meinen Kommentar erneut gegen alle Regeln der Meinungsfreiheit löscht, poste ich ihn hier.

http://bielefeld-blog.de/20.10.2012/hokuspokus-zauberei-im-bielefeld-blog/

http://livinginowl.wordpress.com/2012/10/17/wortzauberer/

Eintritt frei im Freilichtmuseum Detmold

Für alle, die noch ein geeignetes Ausflugsziel für die zweite Woche der Herbstferien suchen: im Freilichtmuseum in Detmold ist nächste Woche vom 16. bis 21. Oktober 2012 freier Eintritt (sonst 7€ für Erwachsene und 2€ für Kinder von 6 bis 17). Mit dieser Aktion wird der diesjährige Saison-Ausklang eingeläutet. Am 31. Oktober schließt das Freilichtmuseum dann für dieses Jahr seine Pforten.

Ebenfalls am 31. Oktober endet auch die das Themenjahr „Schatzhüter – Truhen aus fünf Jahrhunderten“. Unter anderem sind in einer Sonderausstellung Schatztruhen aus fünf Jahrhunderten zu bestaunen.

Weitere Informationen zum Programm in der zweiten Ferienwoche sind auf der Homepage des Freilichtmuseum Detmold zu finden. Wenn der Besuch etwas schneller gehen muss (z. B. zwischen den Regenschauern ;-)): das Museum hat einige Routen vorbereitet.

Der Tunnel ist voll

Seit 1991 ist nun die Straßenbahn glücklich von den Straßen im Innenstadtbereich verschwunden; seit dem 28.04 geht’s durch den Tunnel. Damit warauch ein Nadelöhr geschaffen: die Haltestelle Jahnplatz. 2002 kam noch die Unilinie 4 hinzu – und nun geht nix mehr, der Tunnel ist jetzt voll. Auch die Verlängerung der Linie 4 nach Heepen geht nicht, so das Gutachten von RMCon, wie uns NW und Westfalenblatt berichten. So gibt es eine neue Option: eine neue Linie 4 (die dann wohl zur Linie 5 wird) von Heepen oberirdisch über den Jahnplatz und dann über Brackwede weiter bis nach Sennestadt – der nächste Stadtbahntraum, noch vor der Anbindung Jöllenbecks.

Aber das geht ja nun nicht – so RMCon. Doch warum genau wird so recht nicht klar.  Denn schließlich soll die Bahn nach Heepen keine neue Linie sein, sondern eine bestehende verlängern, was an der Zahl der Bahnen, die den Tunnel passieren müssen, gar nichts ändert; die fahren ja nur weiter. Dass für eine Verlängerung der Linie 4 nunmehr zusätzliche Stadtbahnzüge nötig sind – ist auch klar: je länger eine Strecke, umso mehr Züge braucht ess, die im Taktabstand hübsch hintereinander fahren; was dann in 1 Stunde durch den Tunnel fährt, bleibt dabei gleich. So sehe ich noch eine Möglichkeit, doch die ist nicht genannt: nämlich die, dass eine längere Linie nun zu mehr Fahrgästen führt, und, da der Jahnplatz nun mal zentraler Umsteigeplatz ist, entsprechend zu mehr Leuten, die dort ein- und aussteigen wollen, weshalb dann eine längere Haltezeit benötigt wäre. Aber viel weiter als zu Auslastungsprozenten, die man abschreiben kann, hat’s wohl nicht gereicht. Vielleicht ist aber nur nicht gewollt, den Leser und Bürger vollständig zu informieren – er könnte dann ja eigene Ideen entwickeln.

Na, phantasieren wir doch mal.

Also die Idee einer oberirdischen Niederflurbahn von Heepen bis zur Sennestadt finde ich schon OK – gar so ‚autogerecht‘ muss eine Innenstadt längst nicht mehr sein, wie man noch vor Jahrzehnten glaubte.

Oder die Taktzeit wird verlängert – von 10 auf 12 Minuten; vielleicht würde das ja zum Umsteigen am Jahnplatz reichen (allerdings sind längere Taktzeiten nicht so attraktiv). Vielleicht ließen sich auch Linienführungen finden, die den Jahnplatz umfahren – von Sieker (oder gar Stieghorst – Sieker) nach Brackwede – Sennestadt, auf Teilstrecken ließe sich so der Takt verdichten; zu entscheiden ob das Sinn macht müsste man nun die Fahrgastströme kennen.

Wenn es um Taktverdichtung geht kann man auch prüfen, ob es Sinn macht, wenn manche Bahnen vor dem Jahnplatz enden; Sennestadt – Brackwede würde wohl möglich sein, doch das ist Zukunft.

Die Odyssee der Telekommunikation

… und wenn man dann denkt, alles wäre einfach, dann muss man sich nur zu besagter Baustelle aus vorhergehendem Blog begeben. Dort stehen 3 Männer (wie übrigens am Freitag gegen 12 Uhr auch) und schauen in den corpus delicti, also besagtes Bauloch in dem die Kabel, zwar einer gewissen Ordnung folgend, wie in dem Bild dokumentiert ist, aber leider alle ohne Anhang sind.
Das bedeutet, und so hat es mir ein Techniker vor 10 Minuten erklärt, dass das ganze Kabel richtig ausgehoben werden muss und komplett neu verlegt wird. Nach den Aussagen des Technikers, der Zigarette rauchend einen Blick in das Bauloch riskiert, sollte die Lösung des Problems also noch heute, im Laufe des Vormittags erfolgen.

Demnach werden also die Interessen derer, die weder telefonieren, noch einen Zugriff aufs Internet haben, insoweit gewahrt, das es ja nur 5 Tage gedauert hat, bis die Telekom oder, in diesem Falle, die Firma Charmier und Mauth, ein Einsehen haben und uns zurück in 21 Jahrhundert befördern…

Ob die Versprechungen jedoch in die Wahrheit umgesetzt werden …

… Fortsetzung folgt…