Archiv für den Monat: August 2012

So lecker! Gemüse aus unserem Mietgarten in der Senne

In diesem Jahr haben wir erstmalig einen Gemüsegarten in Bielefeld Senne zum Mieten und versuchen uns nun als blutige Anfänger mit dem Gemüsebau. Was wir vorher nicht gedacht hätten: Es wächst etwas auf unseren sandigen Böden. Und nicht mal wenig! Von Radieschen, über Salat und Kohl, bis hin zu Hokkaido (noch nie vorher probiert :-)) wurden von meine ernte, dem Anbieter, über zwanzig verschiedene Gemüsesorten angepflanzt. Wo abgeerntet wurde konnten wir uns mit eigener Aussaat austoben. Ein Stück wurde für den Selbstanbau von Anfang an freigelassen, auf dem wir -wie viele unserer Mitgärtner auch- natürlich Tomaten gepflanzt haben!

Die Familie Wißbrock, auf deren Flächen das ganze Spektakel stattfindet, steht uns beim Gärtnern mit Rat und Tat zur Seite, damit wir nicht ganz so dumm aussehen. Und auch das Team von meine ernte erklärt uns in regelmäßigen Newslettern ganz genau, wie wo was zu tun ist, damit wir alle reichlich ernten können.

Fazit: Die Gärten machen einen riesen Spaß, das Gemüse ist einfach köstlich, und es tut verdammt gut zu wissen, dass nicht das 54315zigste Pflanzenschutzmittel auf unser Gemüse gekippt wurde, denn wir gärtnern „ökologisch“ und sammeln dann eben lieber Kartoffelkäfer ab. Ein ganz tolles Projekt, dem man viel mehr Beachtung schenken sollte! Wo unser Gemüsegärtchen genau zu finden ist, kann man hier sehen.

Und wir werden auf jeden Fall weitermachen.

 

Blick über die Bielefelder Gärten

Blick über die Bielefelder Gärten, hinten der Container mit den Gartengeräten und Gießkannen

 

Bridget Baker | Steglitz House

Am 28.09.2012 um 19 Uhr wird in der Galerie GUM, Weststr. 66 in Bielefeld mit Bridget Baker – Steglitz House die nächste und einzige Ausstellung des Jahres 2012 eröffnet. Die Kunsthistorikerin Dr. Irene Below wird in die Ausstellung einführen.

Die südafrikanische Künstlerin Bridget Baker ist in Bielefeld keine Unbekannte. 2000 war sie Gastkünstlerin bei Artists Unlimited und zum 20jährigen Jubiläum des Künstlerhauses zeigte sie eine Performance im Hochbunker an der Neustädter Straße. Mit „Steglitz House“ setzt die Künstlerin, die mittlerweile in Kapstadt und London lebt, ihre Auseinandersetzung mit individueller Mythologie fort

Einmal mehr wird der temporäre kleine Galerieraum am Siegfriedplatz nahezu gänzlich verwandelt. Von außen ist durch eine Holzwand das große Schaufenster fast komplett verschlossen und lässt kaum einen Blick frei auf den schummrig abgedunkelten Raum. Dort ist ein Teil eines Hauses aufgebaut. Innerhalb dieses Hauses wird die Projektion eines 16mm-Filmes über ein – anderes – Haus zu sehen sein. Die langsame Kamerafahrt durch dieses Haus, die in manchen Sequenzen an Hitchcock-Filme erinnert, zeigt das Interieur in vielen Details, von denen manche auf die Biografie der Künstlerin verweisen. Der streifende Blick der Kamera verwandelt ein Haus, wie wir alle es kennen könnten, in ein Geheimnis.

Bridget Baker hat in den vergangenen Jahren für verschiedene Solo-Präsentationen gearbeitet, u.a. MAMBO (Bologna) 2012, The Wapping Project (London) 2011-12, CAB (Spanien) 2009, Diet Gallery (Miami) 2008 und Artists Unlimited (Bielefeld) 2000. Ihre Filme wurden auf dem 57. Internationalen Kurzfilm-Wettbewerb in Oberhausen und dem 2011 Glasgow Kurzfilmfestival gezeigt. Ihre Arbeiten waren auf zahlreichen südafrikanischen und internationalen Gruppenausstellungen zu sehen: Dak’art 2012 (Dakar, Senegal), ZA, Giovane Arte dal Sud Africa (Palazzo de Papesse, Siena), Liberated Voices: Contemporary Art from South Africa (Museum for African Art, New York) und Zeitgenössische Kunst und Fotografie aus Südafrika (Neue Berliner Kunstverein, Berlin).

Mit dieser Ausstellung nimmt GGUM an ARTUR! 3, dem Bielefelder Galerie-Hopping teil, das am 12.10.2012 von 19 bis 24 Uhr stattfinden wird und an dem wieder sechs Galerien beteiligt sind.

STEGLITZ HOUSE (Filmstill)

Recycling total – aber trotzdem Anzeige!

Auf dem Gelände eines Bielefelder Supermarktes hat die Polizei drei verdächtige Personen aufgegriffen. Die Ordnungshüter waren von Zeugen benachrichtigt worden, welche verdächtige Aktivitäten auf dem Gelände gesichtet hatten.

Zwei Männer und eine Frau erklärten den Beamten, daß sie in den Containern nach abgelaufenen essbaren Lebensmitteln gesucht hätten. Einer der Männer hatte sich z. B. Wurst geangelt.

Nun wird seitens der Staatsanwaltschaft untersucht, ob man Anzeige erstattet. Rechtlich ist die Sache nicht so einfach. Man muss feststellen, ob „Food-Diving“ ein Diebstahldelikt ist oder als Hausfriedensbruch behandelt wird.

Ähnliche Fälle gibt es auch in anderen Städten. Keineswegs ein Einzelfall. Wurde doch, auch durch TV-Dokus bewiesen, daß Lebensmittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum durchaus noch verzehrbar sind, sofern es sich nicht gerade um Obst, Gemüse und unverschlossenen Packungen handelt. Doch ist die Polizei angehalten einzuschreiten. Spielt doch zusätzlich die Versicherung eine Rolle. Bei einer Lebensmittelvergiftung, resultierend aus „Müllbeständen“ wären der o.g. Markt und seine Mitarbeiter fällig.

Hausfriedensbruch oder Diebstahl stehen nur zur Debatte, weil es in Bezug auf Müll eine Gesetzeslücke gibt. Wird Zeit, daß sowohl Privatleute und Firmen lernen mit Lebensmitteln sorg- und sparsamer umzugehen. Und nicht einfach wegzuwerfen wegen der Datumsgrenze, oder?

Bauer güllt Gesindel zu (MV)

Einem Bauern im Westen von Mecklenburg-Vorpommern hat eine illegal auf seinem Gelände veranstaltete Party offenbar nicht geschmeckt und so entschloss er sich, gegen die ungebetenen Gäste vorzugehen.

Rund 40 Leute hatten sich am Samstag auf einem Feld des Landwirts niedergelassen, Zelte aufgestellt und laute Goa-Musik abgespielt. Der Bauer löste das Problem auf seine Weise und entschloss sich prompt, am Abend Gülle auszubringen. Diese Maßnahme vertrieb die Störenfriede recht schnell.

Diese erkannten sich bei der Geschichte jedoch klar in der Opferrolle und erstatteten Anzeige wegen Sachbeschädigung, da auch ihre Zelte und Autos mit Gülle verunreinigt worden waren. Die Staatsanwaltschaft wird sich des Falles nun annehmen.

Würde man Prostitution wieder verbieten, gäbe es solche Fälle nicht.

Am Donnerstag begann der Prozeß gegen einen arbeitslosen Dachdecker wegen Mordes vor dem Landgericht Bielefeld, weil er 2009 eine Prostituierte umgebracht und eingefroren hat.

Der 42 Jahre alte Mann soll die aus der Ukraine stammende 21 Jahre alte Frau niedergeschlagen und erwürgt haben. Danach wickelte er den Leichnam in Folie ein und versteckte ihn drei Jahre lang in seiner Gefriertruhe. Über sein Motiv schweigt der Mann. Die Ermittler vermuten, daß die Tote seine Freundin war. Der Mann war im Jahre 2007 schon einmal wegen Menschenhandels verurteilt worden. Laut DPA hatte er vor allem Ukrainerinnen mit gefälschten litauischen Pässen nach Deutschland geschleust.

Mal wieder ein Beweis, daß es verkehrt war, Prostitution legalisiert zu haben. Die Arbeits- und Lebensbedingungen dieser Leute haben sich nicht verbessert und es gibt weiterhin kriminelle Aktivitäten in dieser Branche. Also: Wieder verbieten und bessere Alternativangebote.

Mal eine Frage an alle

Ganze 396, in Worten dreihundertsechsundneunzig Kommentare befinden sich im Spamordner, davon gut 90 % richtige Spamkommentare. Wieso richtet die Firma „adFire“ keinen vernünftigen Spamfilter ein, und wieso denkt man nicht über einen erneuten Serverumzug nach? Seit dem letzten Umzug vor 1 oder 2 Jahren explodiert förmlich der Spamordner, und das auch noch mit ausländischen Kommentaren. Wo ist TexTexter? Hat jemand eine Idee oder einen Vorschlag zur Verbesserung?

Die NW und die „Spur der Verwüstung“ oder: Wie man aus der Mücke einen Elefanten macht.

 

 

„stieß er (…) gegen ein Metalltor, das aus den Scharnieren brach“

„beim Wenden (…) gegen ein Hinweisschild fuhr“

„beschädigte er mit dem Grasmulcher einen Lattenzaun“

Herrlicher Sensationsjournalismus!